Koh Changs Westküste

Der Wechsel von Kambodscha zu Thailand fällt sofort ab der Grenze auf. Es ist wesentlich sauberer, stärker bebaut, es fahren mehr Autos. Die Menschen auf Koh Chang empfinden wir als quirliger, aber teils weniger freundlich in der ersten Begegnung als die Kambodschaner. Vielleicht sind sie vom Tourismus ein wenig abgestumpft. Getroffen haben wir aber auch sehr liebe.

Wir sind nun am südlichen Strandbereich von Kai Bae. Gestern Abend haben wir nur noch die Ortsstraße etwas erkundet und uns im Restaurant Mak Mak leckere Thai-Küche schmecken lassen. Heute Morgen haben wir an der Straße kein Frühstückslokal gefunden, deshalb gab es ein Phad Thai. Kann man auch mal machen. Zum ersten Mal erkundeten wir im Anschluss unseren Strand und entdeckten dort dann einige schöne Hotels, die Frühstück anbieten. Am Strand sind an einigen Stellen kleinere felsige Bereiche. Zum Schwimmen ist es vermutlich etwas schwieriger eine passende Stelle zu finden. Für einen Strandspaziergang ist der feste Sand aber sehr gut geeignet.

Danach sind wir mit dem Sammeltaxi für 50 Baht p.P. nach White Sand Beach Richtung Norden gefahren. Die Taxen fahren den ganzen Tag die Westküste entlang. Es gibt keine festen Haltestellen, sondern man winkt sie einfach ran, wenn man mitfahren möchte. White Sand Beach hat tatsächlich einen sehr schönen Strand, der auch verhältnismäßig lang ist. Dieser Ort ist allerdings voll von Unterkünften, Restaurants und Shops. Nett sahen die in den Berg gebauten bunten Backpackerhütten im nördlichen  Abschnitt aus. Das Essen ist an diesem Strand relativ teuer. Seine Ruhe hat man hier in der Nebensaison allerdings ebenfalls wie an den anderen Stränden. Wir haben noch einen heißen Tipp für alle, die den Strand bis zum nördlichen Ende gehen und beim White Sand Beach Resort die Straße hoch nehmen wollen, um einfach zurück zur Hauptstraße zu kommen – dreht um und geht den Strand wieder zurück! Die besagte Straße führt steil bergauf, zwar bis zur Hauptstraße, aber vor dem Ortseingang. Wir gingen einen schweißtreibenden Umweg von ca. 1 Stunde.

Unsere Unterkunft, Paradies Bungalows, ist übrigens super. Sehr sauber und alles da, was man braucht. Wir haben einen Bungalow mit Klimaanlage, was vor allem nachts sehr erfrischend ist. Zwei-drei Moskitos hatten wir leider, aber das kann man wohl nie so ganz verhindern. Wenn man es denn benutzt, hilft ein Moskitonetz sehr gut. Empfehlen können wir das von Tesa. Das wird mit Powerstrips einfach an die Decke über das Bett geklebt und lässt sich problemlos entfernen.

Abends machten wir uns mit dem Taxi nochmal auf den Weg zum Lonely Beach. Dieser ist seit einigen Jahren so gar nicht mehr lonely. Jedenfalls nicht zur Hauptsaison. Hier sind die Lokale und Unterkünfte eher alternativ und bei Backpackern beliebt. Wir waren auf der Suche nach einer belebten Bar, aber alles wirkte ziemlich ausgestorben, was zum Teil sicherlich auch dem einsetzenden Regenwetter zuzuschreiben war. Wir suchten Unterschlupf in einer urig und hippie-rock-mässigen Bar, dem Stoneless. Das Thai-Betreiber-Pärchen ist sehr nett und unterhielt sich mit uns. Die Ganze Zeit lief eine coole 70er Playlist, selbst als durch das Gewitter der Strom zweimal für längere Zeit ausfiel. Die beiden waren vorbereitet und es gab Kerzen überall. Wie romantisch! Da wollten wir auch gar keine Party mehr besuchen, als wir erfuhren, das diese am Strand zu finden ist.

Ein Gedanke zu „Koh Changs Westküste“

  1. Jetzt haben wir die Kommentarzeile. Gelesen haben wir die Berichte häufig . An der westküste KOH Changs schien das Wetter je nicht so gut aber damit muss man ja als Weltreisende leben. Die Erlebnisberichte auch über den Grenzübertritt in Poipet erzählen doch von einem erlebnisreichen Urlaub und abwechslungsreicher Reise.

    Falls nicht zu spät. Guten Rückflug und reslt. Aufenthalt.
    Grüsse aus der heute kalten norddeutschen Heimat
    Christof (Autor) und Brigitte

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