Goa-Chill-Out Baan Tai Village.

Fabelhafte Geräusche aus dem Gulli und ein durstiger weißer Hase

Nach unserem leckeren Standardfrühstück düsten wir mit dem Roller durch die grüne Inselmitte Koh Phangans an die Südküste. Im viel beworbenen Fisherman’s nahmen wir einen Mittagssnack und ich erholte mich bei einer Kokosnuss von meinem der Schwüle geschuldeten Schwindel.

Dann wollten wir mal an den Ort, an dem die sagenumwobenen Fullmoonparties stattfinden, dem Haad Rin. Viele Menschen treffen sich an Vollmond- und auch an Halbmondabenden dort, um am Strand zu elektronischer Musik kräftig zu feiern und zu sau….tanzen. Zu den Parties sollte man auf keinen Fall selbst fahren, sondern entweder in der Nähe nächtigen oder sich einen Fahrer organisieren. Grund: Die Straße, die zum Haad Rin führt ist extrem kurvig und steil. Riesige Warnschilder und dicke Leitplanken lassen darauf schließen, dass hier schon viele Unfälle passiert sind. Der Ort ist relativ heruntergewirtschaftet, ganz nach dem Motto „für eine Partynacht genügt es“. Der Strand ist in Ordnung, man kann hier tagsüber seinen Rausch ausschlafen und er ist gesäumt von Bretterbudenbars und -bühnen. Auch wenn bei unserem Besuch gerade keine Party anstand konnte man erahnen, wie es hier in etwa abgeht. In einem Schaufenster fanden wir zum Beispiel das Cocktaileimer-Kit. Um sicherzugehen, dass einem bei der Party keine Drogen untergejubelt werden, wird dringend empfohlen, nur Getränke aus versiegelten Flaschen zu trinken. Daher werden auch die Cocktails lieber selbst gemischt.

Auf ging es weiter die Insel erkunden. Wir fuhren die Südküstenstraße wieder zurück bis man in Höhe des Baan Kai Village wieder Richtung Norden kommt. Auf dem Weg gen Norden bogen wir rechts ab und fuhren über eine Schotterpiste zu einer Stätte, an der Wasserfall-Parties stattfinden (Sramanora Waterfalls). Ziemlich verrückte, in neonfarben dekorierte Location mit riesigen Steinen über die wohl zu regenreicheren Zeiten Wasserfälle rauschen. Ein Stückchen weiter nördlich sahen wir den größten Yang Na Baum.

Weiter ging es über eine ganz neu wirkende, breite Straße berauf durch die grüne Inselmitte. Die Luft wurde kühler und ein Gefühl von Ursprünglichkeit kam auf.  Am Kreisverkehr bogen wir gen Osten ab, besuchten den Thang Nang Wasserfall und ein Denkmal auf dem Weg.

Wir machten kehrt, fuhren die Straße zurück und bogen gen Norden ab. Eigentlich war unser Ziel der abgelegene Bottle Beach. Rausgekommen sind wir aber am Ao Thong Nai Pan Yai. Auch ein schönes Fleckchen mit Unterkünften und Restaurants direkt am Strand. Hier gingen wir auf dem Sand auf und ab, nahmen einen schnellen Kokosdrink und machten und auf den Rückweg, um nicht allzuspät zurückzukommen. Dunkel wurde es dann auf der Rückfahrt doch und unsere Tanknadel neigte sich dem Exitus. Nachdem wir die Bergkuppe passiert hatten, tankten wir das erste Mal an einer „Flaschentankstelle“. Hier wird das gelb-orangene Zweitaktgemisch für Zweiräder in selbstabgefüllten Spirituosenflaschen angeboten. Immerhin wird man hier sogar betankt.

Wieder an der gut beleuchteten Südküste Koh Phangans angekommen, entspannten wir uns und hielten an einem Strand beim Baan Tai Village. Hier lief entspannte Goa-Mucke bei neonfarbener Deko und lauschiger Beleuchtung und wir ließen uns auf einer Decke an einem Tischchen am Strand nieder.

Goa-Chill-Out beim Baan Tai Village.
Goa-Chill-Out beim Baan Tai Village.

Irgendwann hatten wir genug von der Musik und gingen Richtung Straße, als wir seltsame Geräusche wahrnahmen. Es ist schwer zu beschreiben, aber am ehesten hörte es sich an, als wenn eine Geige muht. Wir orteten die Geräusche und sie drangen tatsächlich durch die Gullideckel aus der Kanalisation! Wir vermuten, dass es eine Art Froschgesang war.

Die Gesänge führten uns zu unserer nächsten Station, dem „White Rabbit“. Bei dem Namen musste es eine Bar nach unserem Geschmack sein. Und das war sie auch. Es war nicht viel los, aber wir saßen an der Bar und führten ein nettes Gespräch mit einem Engländer und seiner thailändischen Freundin und mit den lieben Besitzern. Sie ist Thai und er ist Finne. Ein kurioses Paar! Sie sehr quirlig und redefreudig und er konterte mit finnischer Gelassenheit. Wir bekamen auch gleich Tipps für einen guten Schnorchelspot und wurden sogar für den nächsten Tag zum Barbecue eingeladen.

Durch einen Regenschauer ging es quer durch die Insel wieder zurück gen Norden nach Haus. Am hiesigen 7 Eleven gönnten wir uns noch Sandwiches als Betthupferl.

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