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Koh Chang – Riding the east coast

Heute ging es mit einem für 200 Baht pro Tag gemieteten Motorroller auf die andere Inselseite Koh Changs. Im Süden ist die Straße nicht durchgängig, weshalb man zur Ostküste nur über die Nordspitze kommt. Die Straßen sind gut zu befahren, aufpassen muss man nur in den engeren Bergkurven südlich von Kai Bae und nördlich von White Sand Beach. Bei trockenem Wetter aber alles gut machbar. Wir haben ja mittlerweile schon Erfahrung im gemeinsamen Rollerfahren im Linksverkehr. Also setzten wir uns vorschriftsmäßig die nicht optimal passenden Helme auf und los ging es.

Unseren ersten Halt machten wir am Than Ma Yom Wasserfall. Von der Straße aus führt ein Pfad ein paar hundert Meter landeinwärts. Dieser ist anfangs gut ausgebaut. Später klettert man dann unter Zuhilfenahme eines gespannten Seils über die großen Gesteinsbrocken des Flussbetts, um trockenen Fusses und vor allem mit heilen Knochen am Wasserfall anzukommen. Da wir ja am Anfang der Regenzeit reisen, war der Wasserstand niedrig uns es plätscherte nur ein wenig den kleinen Wasserfall hinab. Allerdings sind die Spuren die das Wasser in den Felsen im Laufe der Zeit hinterlassen hat wirklich beachtlich.Than ma yom Waterfall auf Koh Chang

Nach einem kurzen Füßebad machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz und freuten uns schon auf eine erfrischende Weiterfahrt, weil es mittlerweile bereits Mittag und dementsprechend warm war. Das nächste Ziel war das alte Fischerdorf Salak Phet. Hier stehen die Hütten auf Stelzen im Wasser zwischen den Mangroven an der Küste und den dschungeligen Berghängen des Hinterlands. Wir unterhielten uns mit einem der Bewohner über das Naturschutzgebiet in dem dieser Ort liegt. Aufgrund dessen dürfen hier keine neuen Häuser gebaut werden und die alten Hütten verfallen mehr und mehr, dürfen aber auch nicht ersetzt sondern lediglich renoviert werden.

Wir bekamen den Tipp hinaus auf den Steg zu gehen um die bunten Fischerboote und die Aussicht zu bestaunen, allerdings auch den Tipp, aufgrund der eher durchwachsenen Wetterlage, zeitig und vor allem vor Einbruch der Dunkelheit und dem zu erwartenden einsetzenden Regen den Rückweg anzutreten. Auch ein Restaurant wurde uns empfohlen. Gefunden haben wir es nicht. Desto eiliger weil hungriger hatten wir es auf dem Rückweg.

Koh Changs Westküste

Der Wechsel von Kambodscha zu Thailand fällt sofort ab der Grenze auf. Es ist wesentlich sauberer, stärker bebaut, es fahren mehr Autos. Die Menschen auf Koh Chang empfinden wir als quirliger, aber teils weniger freundlich in der ersten Begegnung als die Kambodschaner. Vielleicht sind sie vom Tourismus ein wenig abgestumpft. Getroffen haben wir aber auch sehr liebe.

Wir sind nun am südlichen Strandbereich von Kai Bae. Gestern Abend haben wir nur noch die Ortsstraße etwas erkundet und uns im Restaurant Mak Mak leckere Thai-Küche schmecken lassen. Heute Morgen haben wir an der Straße kein Frühstückslokal gefunden, deshalb gab es ein Phad Thai. Kann man auch mal machen. Zum ersten Mal erkundeten wir im Anschluss unseren Strand und entdeckten dort dann einige schöne Hotels, die Frühstück anbieten. Am Strand sind an einigen Stellen kleinere felsige Bereiche. Zum Schwimmen ist es vermutlich etwas schwieriger eine passende Stelle zu finden. Für einen Strandspaziergang ist der feste Sand aber sehr gut geeignet.

Danach sind wir mit dem Sammeltaxi für 50 Baht p.P. nach White Sand Beach Richtung Norden gefahren. Die Taxen fahren den ganzen Tag die Westküste entlang. Es gibt keine festen Haltestellen, sondern man winkt sie einfach ran, wenn man mitfahren möchte. White Sand Beach hat tatsächlich einen sehr schönen Strand, der auch verhältnismäßig lang ist. Dieser Ort ist allerdings voll von Unterkünften, Restaurants und Shops. Nett sahen die in den Berg gebauten bunten Backpackerhütten im nördlichen  Abschnitt aus. Das Essen ist an diesem Strand relativ teuer. Seine Ruhe hat man hier in der Nebensaison allerdings ebenfalls wie an den anderen Stränden. Wir haben noch einen heißen Tipp für alle, die den Strand bis zum nördlichen Ende gehen und beim White Sand Beach Resort die Straße hoch nehmen wollen, um einfach zurück zur Hauptstraße zu kommen – dreht um und geht den Strand wieder zurück! Die besagte Straße führt steil bergauf, zwar bis zur Hauptstraße, aber vor dem Ortseingang. Wir gingen einen schweißtreibenden Umweg von ca. 1 Stunde.

Unsere Unterkunft, Paradies Bungalows, ist übrigens super. Sehr sauber und alles da, was man braucht. Wir haben einen Bungalow mit Klimaanlage, was vor allem nachts sehr erfrischend ist. Zwei-drei Moskitos hatten wir leider, aber das kann man wohl nie so ganz verhindern. Wenn man es denn benutzt, hilft ein Moskitonetz sehr gut. Empfehlen können wir das von Tesa. Das wird mit Powerstrips einfach an die Decke über das Bett geklebt und lässt sich problemlos entfernen.

Abends machten wir uns mit dem Taxi nochmal auf den Weg zum Lonely Beach. Dieser ist seit einigen Jahren so gar nicht mehr lonely. Jedenfalls nicht zur Hauptsaison. Hier sind die Lokale und Unterkünfte eher alternativ und bei Backpackern beliebt. Wir waren auf der Suche nach einer belebten Bar, aber alles wirkte ziemlich ausgestorben, was zum Teil sicherlich auch dem einsetzenden Regenwetter zuzuschreiben war. Wir suchten Unterschlupf in einer urig und hippie-rock-mässigen Bar, dem Stoneless. Das Thai-Betreiber-Pärchen ist sehr nett und unterhielt sich mit uns. Die Ganze Zeit lief eine coole 70er Playlist, selbst als durch das Gewitter der Strom zweimal für längere Zeit ausfiel. Die beiden waren vorbereitet und es gab Kerzen überall. Wie romantisch! Da wollten wir auch gar keine Party mehr besuchen, als wir erfuhren, das diese am Strand zu finden ist.

Über die Grenze von Poipet

Heute morgen ging es mit dem Bus von Battambang zur kambodschanisch-thailändischen Grenze in Poipet. Versteckt zwischen den Spielkasinos lag der kambodschanische Grenzposten.

Grenzübergang Poipet

Dank des Busfahrers fanden wir uns hier gut zurecht. Erst mit Erreichen der thailändischen Seite, wurde es etwas knifflig. Alle ankommenden Reisenden wurden, je nach Richtung in die sie weiterreisen wollten, neu aufgeteilt. Allerdings schienen die Kapazitäten nicht zu reichen. Es war noch eine größere Gruppe dabei und zudem hatte ja auch jeder noch Gepäck. Also dauerte es eine Weile bis ein weiterer Bus mit Fahrer organisiert war. Währenddessen wurden wir zumindestens vom Grenzübergang per Pickup aus der Sonne in eine gekühlte Wartehalle des Busunternehmens gebracht. Von dort ging es aber dann doch zügig im randvoll beladenen aber glücklicherweise klimatisierten Minibus weiter. Nach dreieinhalb Stunden wilder Fahrt erreichten wir die Fähre die uns nach Koh Chang übersetzte. Von der Fähre teilten wir uns mit anderen Mitreisenden ein Taxi und sind nun endlich in unserer neuen Unterkunft den Paradise Bungalows angekommen

Warentransport Poipet 1 Warentransport Poipet 2

Fabelhafte Geräusche aus dem Gulli und ein durstiger weißer Hase

Nach unserem leckeren Standardfrühstück düsten wir mit dem Roller durch die grüne Inselmitte Koh Phangans an die Südküste. Im viel beworbenen Fisherman’s nahmen wir einen Mittagssnack und ich erholte mich bei einer Kokosnuss von meinem der Schwüle geschuldeten Schwindel.

Dann wollten wir mal an den Ort, an dem die sagenumwobenen Fullmoonparties stattfinden, dem Haad Rin. Viele Menschen treffen sich an Vollmond- und auch an Halbmondabenden dort, um am Strand zu elektronischer Musik kräftig zu feiern und zu sau….tanzen. Zu den Parties sollte man auf keinen Fall selbst fahren, sondern entweder in der Nähe nächtigen oder sich einen Fahrer organisieren. Grund: Die Straße, die zum Haad Rin führt ist extrem kurvig und steil. Riesige Warnschilder und dicke Leitplanken lassen darauf schließen, dass hier schon viele Unfälle passiert sind. Der Ort ist relativ heruntergewirtschaftet, ganz nach dem Motto „für eine Partynacht genügt es“. Der Strand ist in Ordnung, man kann hier tagsüber seinen Rausch ausschlafen und er ist gesäumt von Bretterbudenbars und -bühnen. Auch wenn bei unserem Besuch gerade keine Party anstand konnte man erahnen, wie es hier in etwa abgeht. In einem Schaufenster fanden wir zum Beispiel das Cocktaileimer-Kit. Um sicherzugehen, dass einem bei der Party keine Drogen untergejubelt werden, wird dringend empfohlen, nur Getränke aus versiegelten Flaschen zu trinken. Daher werden auch die Cocktails lieber selbst gemischt.

Auf ging es weiter die Insel erkunden. Wir fuhren die Südküstenstraße wieder zurück bis man in Höhe des Baan Kai Village wieder Richtung Norden kommt. Auf dem Weg gen Norden bogen wir rechts ab und fuhren über eine Schotterpiste zu einer Stätte, an der Wasserfall-Parties stattfinden (Sramanora Waterfalls). Ziemlich verrückte, in neonfarben dekorierte Location mit riesigen Steinen über die wohl zu regenreicheren Zeiten Wasserfälle rauschen. Ein Stückchen weiter nördlich sahen wir den größten Yang Na Baum.

Weiter ging es über eine ganz neu wirkende, breite Straße berauf durch die grüne Inselmitte. Die Luft wurde kühler und ein Gefühl von Ursprünglichkeit kam auf.  Am Kreisverkehr bogen wir gen Osten ab, besuchten den Thang Nang Wasserfall und ein Denkmal auf dem Weg.

Wir machten kehrt, fuhren die Straße zurück und bogen gen Norden ab. Eigentlich war unser Ziel der abgelegene Bottle Beach. Rausgekommen sind wir aber am Ao Thong Nai Pan Yai. Auch ein schönes Fleckchen mit Unterkünften und Restaurants direkt am Strand. Hier gingen wir auf dem Sand auf und ab, nahmen einen schnellen Kokosdrink und machten und auf den Rückweg, um nicht allzuspät zurückzukommen. Dunkel wurde es dann auf der Rückfahrt doch und unsere Tanknadel neigte sich dem Exitus. Nachdem wir die Bergkuppe passiert hatten, tankten wir das erste Mal an einer „Flaschentankstelle“. Hier wird das gelb-orangene Zweitaktgemisch für Zweiräder in selbstabgefüllten Spirituosenflaschen angeboten. Immerhin wird man hier sogar betankt.

Wieder an der gut beleuchteten Südküste Koh Phangans angekommen, entspannten wir uns und hielten an einem Strand beim Baan Tai Village. Hier lief entspannte Goa-Mucke bei neonfarbener Deko und lauschiger Beleuchtung und wir ließen uns auf einer Decke an einem Tischchen am Strand nieder.

Goa-Chill-Out beim Baan Tai Village.
Goa-Chill-Out beim Baan Tai Village.

Irgendwann hatten wir genug von der Musik und gingen Richtung Straße, als wir seltsame Geräusche wahrnahmen. Es ist schwer zu beschreiben, aber am ehesten hörte es sich an, als wenn eine Geige muht. Wir orteten die Geräusche und sie drangen tatsächlich durch die Gullideckel aus der Kanalisation! Wir vermuten, dass es eine Art Froschgesang war.

Die Gesänge führten uns zu unserer nächsten Station, dem „White Rabbit“. Bei dem Namen musste es eine Bar nach unserem Geschmack sein. Und das war sie auch. Es war nicht viel los, aber wir saßen an der Bar und führten ein nettes Gespräch mit einem Engländer und seiner thailändischen Freundin und mit den lieben Besitzern. Sie ist Thai und er ist Finne. Ein kurioses Paar! Sie sehr quirlig und redefreudig und er konterte mit finnischer Gelassenheit. Wir bekamen auch gleich Tipps für einen guten Schnorchelspot und wurden sogar für den nächsten Tag zum Barbecue eingeladen.

Durch einen Regenschauer ging es quer durch die Insel wieder zurück gen Norden nach Haus. Am hiesigen 7 Eleven gönnten wir uns noch Sandwiches als Betthupferl.

Von Krabi über Surat Thani nach Koh Phangan

Der weitere Weg führte uns von Krabi nach Koh Phangan. Die  Anreise fand mit einem Bus + Fähre Kombitticket statt, welches wir in unserer Unterkunft erworben hatten.  Da wir für unseren Aufenthalt in Krabi blöderweise zwei Nächte zuviel gebucht hatten, mussten wir uns auf den Deal, die Übernachtungskosten mit einem dort zu buchenden Transfer zu verrechnen, einlassen. So sind wir zumindestens noch halbwegs glimpflich davon gekommen. Insgesamt zahlten wir p.P. 650 Baht.
Am frühen Morgen wurden wir mit reichlich Verspätung in unserem Hotel in Krabi mit einem Kleinbus abgeholt. Wir sammelten innerhalb der folgenden Stunde noch weitere Mitfahrer in den umliegenden Hotels ein, die auf dem Weg zu der Sammelstelle für den von uns gebuchten Fernbus lagen. Wir hatten schon die Befürchtung, wir wären zu spät dran,  aber wir hatten uns getäuscht.  An der Busstation angekommen, warteten wir nun erneut. Dieses mal auf das Erscheinen der weiteren Kleinbusse die nach und nach eintrafen. Das Busterminal war ein scheinbar provisorisches Bretterdach mit einem Tisch als Kioskstand, an dem man zu völlig überteuerten Preisen Proviant für die Weiterreise kaufen konnte.
Der Kleinbus fuhr uns nach Surat Thani und von dort aus ging es mit der Fähre nach Koh Phangan. Am Pier von Thongsala stiegen wir aus und rannten gleich in eine Taxifalle. Die noch teuren Preise von Phuket gewohnt, zahlten wir 800, anstatt der eigentlich gerechtfertigten 500 Baht bis zum Hotel im Nordenwesten der Insel, in Chaloklum.

Als wir den Bungalow im Phangan Utopia Resort vorab buchten, war uns nicht bewusst, dass es doch recht weit ab auf einem Hügel liegt. Die Anlage ist dafür aber sehr schön und man hat einen tollen Blick auf die unterhalb liegenden Buchten. Wir haben einen sauberen Bungalow mit einem Badezimmer unter freiem Himmel, der Hammer! Man kann also beim Duschen den Geckos beim Fliegen fangen zusehen.

Nach der Ankunft gab es im Hotelrestaurant ersteinmal eine Stärkung mit Phad Thai und Fried Rice. Danach machten wir uns auf den Weg in den nächsten Ort hinunter zu Chaloklum Beach. Nach dem 30 minütigen Fußmarsch bergab und bergauf beschlossen wir den Weg definitiv nicht nocheinmal zu Fuß zurück zu legen. Also warfen wir unsere Sicherheitsbedenken beiseite und mieteten uns gleich einen Roller für 200 Baht pro Tag. Definitiv die günstigste und zugleich praktischste Variante um die Insel zu erkunden. Abends gab es heute im Hotel dann noch ein Nudelsüppchen.