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Punta de n’Amer

Nach dem Frühstück machten wir uns entlang der Promenade auf den Weg in südliche Richtung. Diese hörte schon nach kurzer Zeit auf, es startete an dieser Stelle jedoch ein Wanderweg zum Castell Punta de n’Amer in der Nähe des Ortes Sa Coma. Teils über frühere Korallenriffe, ging unsere ungeplante Mini-Expedition mit leicht bewölktem Himmel und schon deutlich wärmeren Temperaturen als am Tag zuvor. Unsere Hotelbucht wurde immer kleiner und wir befanden uns mitten in der Natur zwischen den Felsen eines ehemaligen Riffs und kleinen Wanderwegen rund um das Castell. Dieses Gebiet, das auch Dünen beherbergt steht unter Naturschutz. Hier dürfen keine Hotelanlagen gebaut werden. Nach dieser etwa 2-stündigen Wanderung hatten wir uns am Café beim Castell erst einmal ein Bier verdient.

Wieder zu Hause angekommen, machte Jan ein Schläfchen und ich holte zum ersten Mal mein Buch hervor. Zu Hause schaffe ich es aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen fast nie, ein ganzes Buch zu Ende zu lesen. Vielleicht wird es ja hier etwas.

Über den Balkon vernahmen wir einen Grillgeruch, der uns dann in den Gartenbereich lockte. Es gab tatsächlich ein Barbecue ergänzend zum Abendbuffet. Lecker!

Auch heute haben wir es noch nicht geschafft die Nachtszene zu erkunden, sondern sind nach einem kurzen Barbesuch (Animationsprogramm: Sudoku!) in unser Zimmer gegangen und haben eine unserer Lieblingsserien geschaut. Motto dieses Urlaubs ist ja schließlich: „Hauptsache entspannen und das tun, worauf man Lust hat“. Witzig war das Schweizer Werbefenster.

Jatiluwih – Einen Tag schlauer

Heute haben wir viel gesehen, gehört und geschmeckt. Daher wird dieser Beitrag ein wenig länger.

Bali 02675
Unser Guide

Mit unserem Tourguide Ram, empfohlen von Omar Transport aus Bedugul, erkundeten wir 9 Stunden die Gegend um das UNESCO Weltkulturerbe, die Reisterrassen bei Jatiluwih.
Ram kennt sich in der Natur und Kultur Balis bestens aus und arbeitet sogar ehrenamtlich für den Naturschutz. Er hat bereits einige seiner Ideen der Regierung vorgestellt, diese nehmen ihn aber aufgrund der Tatsache, dass er nur die Grundschule besucht hat, nicht ernst.

Los ging es am Tempel Pura Luhur Besi Kalung. Unscheinbar und grün bewachsen steht dort eine der ältesten Gebetsstätten Balis. Sie stammt aus der Zeit bevor der Hinduismus und der Buddhismus Bali erreichten.
Pura Luhur Besi KalungBali 2649Heutzutage findet man hier auch hinduistische Symbole.
Von hieraus starteten wir unsere Wanderung durch die Reisterrassen Jatiluwihs. Und zwar abseits der üblichen Touristenwege.Arbeit auf den ReisterassenReisterassen auf BaliWährenddessen diskutierten wir mit Ram über die gesellschaftlichen und umweltpolitischen Unterschiede Balis und Deutschlands.Bali 02674Er führte uns zu einer Hütte auf einem Hügel mitten in den Feldern. Hier wohnt ein altes Pärchen, das für gewöhnlich keinen Kontakt zu „Weißen“ hat, in einer einfachen Hütte. Ram sagte uns, sie seien sehr schüchtern und er bemüht sich, sie an die moderne Welt zu gewöhnen.
Ram hatte Kaffee mitgebracht, für den in einem alten Kessel Wasser über dem offenen Feuer gekocht wurde. Zum Abschied schenkten wir dem Pärchen Lakritzbonbons, die wir ungeplant dabei hatten. Nach anfänglicher Skepsis wurden sie als gutes Mittel gegen Halsschmerzen befunden.Bali-02699.jpgwpid-dsc02721.jpgBali - zum Kaffee eingeladen2717Es folgte der Besuch des zweitgrößten Tempels Balis dem Pura Luhur Batukau auf dem Gunung Batukau dem zweithöchsten Berg Balis.

Abschliessend zeigte er uns noch eine Tempelkirche. Ein architekturischer Mix aus Tempel und christlicher Kirche.
Auf der gesamten Tour zeigte er uns diverse Pflanzen und Früchte wie z.B. Zimtrinde, Kurkumaknolle und Mimosen. Ausserdem die Herstellung von natürlichem Klebstoff.