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Thailand

Von Krabi über Surat Thani nach Koh Phangan

Der weitere Weg führte uns von Krabi nach Koh Phangan. Die  Anreise fand mit einem Bus + Fähre Kombitticket statt, welches wir in unserer Unterkunft erworben hatten.  Da wir für unseren Aufenthalt in Krabi blöderweise zwei Nächte zuviel gebucht hatten, mussten wir uns auf den Deal, die Übernachtungskosten mit einem dort zu buchenden Transfer zu verrechnen, einlassen. So sind wir zumindestens noch halbwegs glimpflich davon gekommen. Insgesamt zahlten wir p.P. 650 Baht.
Am frühen Morgen wurden wir mit reichlich Verspätung in unserem Hotel in Krabi mit einem Kleinbus abgeholt. Wir sammelten innerhalb der folgenden Stunde noch weitere Mitfahrer in den umliegenden Hotels ein, die auf dem Weg zu der Sammelstelle für den von uns gebuchten Fernbus lagen. Wir hatten schon die Befürchtung, wir wären zu spät dran,  aber wir hatten uns getäuscht.  An der Busstation angekommen, warteten wir nun erneut. Dieses mal auf das Erscheinen der weiteren Kleinbusse die nach und nach eintrafen. Das Busterminal war ein scheinbar provisorisches Bretterdach mit einem Tisch als Kioskstand, an dem man zu völlig überteuerten Preisen Proviant für die Weiterreise kaufen konnte.
Der Kleinbus fuhr uns nach Surat Thani und von dort aus ging es mit der Fähre nach Koh Phangan. Am Pier von Thongsala stiegen wir aus und rannten gleich in eine Taxifalle. Die noch teuren Preise von Phuket gewohnt, zahlten wir 800, anstatt der eigentlich gerechtfertigten 500 Baht bis zum Hotel im Nordenwesten der Insel, in Chaloklum.

Als wir den Bungalow im Phangan Utopia Resort vorab buchten, war uns nicht bewusst, dass es doch recht weit ab auf einem Hügel liegt. Die Anlage ist dafür aber sehr schön und man hat einen tollen Blick auf die unterhalb liegenden Buchten. Wir haben einen sauberen Bungalow mit einem Badezimmer unter freiem Himmel, der Hammer! Man kann also beim Duschen den Geckos beim Fliegen fangen zusehen.

Nach der Ankunft gab es im Hotelrestaurant ersteinmal eine Stärkung mit Phad Thai und Fried Rice. Danach machten wir uns auf den Weg in den nächsten Ort hinunter zu Chaloklum Beach. Nach dem 30 minütigen Fußmarsch bergab und bergauf beschlossen wir den Weg definitiv nicht nocheinmal zu Fuß zurück zu legen. Also warfen wir unsere Sicherheitsbedenken beiseite und mieteten uns gleich einen Roller für 200 Baht pro Tag. Definitiv die günstigste und zugleich praktischste Variante um die Insel zu erkunden. Abends gab es heute im Hotel dann noch ein Nudelsüppchen.

Ao Nang – Umzug zum Vegetarian Festival

Mit dem kleinen Taxi-Bus ging es heute für 50 Baht p.P.  auf einen Tagesausflug von Krabi an die Küste nach Ao Nang. Dort angekommen stöberten wir erstmal durch die vielen Souvenierläden die sich entlang der Hauptstrasse aneinander reihen. Selbstverständlich hatte uns der Bus genau dort abgesetzt, so das man schon sehr schwer an den bunten verlockenden Ständen vorbei kommt, ohne auch nur einen Blick auf T-Shirts, Schuhe und Handtücher zu werfen.

Dem Trubel entkamen wir durch die Flucht an den Strand.  Bei bestem Wetter schlenderten wir den Strand entlang auf Ao Nangs langer, schattiger Promenade und bestaunten die Aussicht auf die vorgelagerten Inseln im blauen Wasser und die vorbei fahrenden Long-Boote, mit denen man von Insel zu Insel hoppen kann.  Dieser Anblick war spektakulär schön und einsam zugleich. Nachdem wir nach einer Ewigkeit des Spazierengehens durch einen Fluss vom Weiterwandern abgehalten wurden, machten wir uns auf den Rückweg in den Ort, um uns erstmal ein wenig im Schatten zu erholen und zu stärken.

Lautes Knallen von Feuerwerkskörpern kündigte das Eintreffen des Strassenumzugs zum traditionellen Chinese Vegetarian Festival an.  Viele weiss gekleidete Teilnehmer kamen uns auf der Straße entgegen. Begleitet wurden Sie von Pickups mit Rot-goldenen Aufbauten. Jeder Laden am Straßenrand hatte auf einem kleinen Altar seine Opfergaben, die von den Vorbeilaufenden gesegnet wurden. Es wurden Schaukämpfe aufgeführt und wir sahen Männer mit von Spiessen durchstochenen Wangen an uns vorbei gehen.  Nach dieser überaschenden Darbietung erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung um uns letztendlich nach dem Sonnenuntergang ein Taxi zurück in unser Hotel in Krabi zu nehmen.

Ao Nang Schaukel vor Sonnenuntergang
Ao Nang – Sonnenuntergang

 

 

Krabi – Mit dem Bus reisen wir weiter

Heute ging unsere Reise weiter nach Krabi. Mit einem öffentlichen Bus fuhren wir von Kamala nach Phuket Town zum Bus Terminal 2.  Dort haben wir sofort einen Anschlussticket für nur 160 Baht bekommen. Die 2,5 h Fahrt verbrachten wir in einem bequemen, quietschpinken, Reisebus. Der Bus war modern, sauber und klimatisiert. Es gab Wifi und Fernseher auf denen durchgehend Musikvideos liefen. Das Lieblingsthema schienen hierbei Liebesdramen zu sein.

Auf der Fahrt konnten wir hier und da die Karststein Formationen bewundern, für die die Gegend bekannt sind.

Nachdem wir in Krabi angekommen waren, bezogen wir unsere neue Unterkunft. Dieses mal hatten wir uns bei hostelbookers ein Hotel herausgesucht, das Baan Nisarine. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein muslimisches Hotel handelt, was sich für uns lediglich an den hochglänzenden Fliesen und besonders großen und etwas karg eingerichteten Zimmern bemerkbar machte. Das Haus war sehr sauber, da man sich die Schuhe vor betreten des gesamten Wohnbereiches auszieht. Leider roch das Badezimmer stark nach Mottenkugeln. Für 15€ die Nacht pro Person, war es aber in Ordnung.

Es war gut, dass das Zimmer so kühl war. Die sehr schwüle Luft draussen kann den Kreislauf ganz schön durcheinander bringen. Vom Balkon aus sahen wir noch einen Umzug zum Vegetarian Festival vorbeiziehen, bevor wir nach einer kleinen Pause anfingen die Stadt zu erkunden, nachdem wir uns wieder fit fühlten.

Die Innenstadt von Krabi empfanden wir ehrlich gesagt als eher unschön und dreckig. An der Promenade angekommen zeigte sich uns jedoch ein schöner Ausblick auf aus dem Wasser ragende Felsen. Wir flüchteten uns vor der Hitze in ein europäisch aussehendes Café. Die Erwartung hier ein besonders gutes Essen zu bekommen, wurde leider nicht erfüllt. Das Ham and Cheese Sandwich mit Pommes war okay, das sogenannte Stir Fry mit Thick Sauce sah jedoch aus wie geliertes Katzenfutter. Passend dazu gab es eine Dose abgelaufenes Tonic. Prost!
Wir spazierten also lieber weiter und umrundeten den Ort aus Versehen bis die Sonne unterging und die Moskitos uns ärgerten. Zum Glück ist auf Seven Eleven Verlass. Dort stillten wir unseren Hunger noch mit ein paar Sandwiches.