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Porto Christo

Das schlechte Gewissen und der Drang nach Bewegung trieb mich, Christine, morgens um halb neun in meine Laufsachen und ab zur Promenade. Das ist eine gute Uhrzeit dafür. Die Sonne stand noch tief, die Luft war klar und frisch, wenig Menschen unterwegs und der Ort wacht langsam auf. Ich bin dieselbe Strecke gelaufen, die wir am ersten Tag schon erkundet haben. Immerhin habe ich für Jan einen PADI-Surfladen entdeckt.

Nach dem Frühstück machten wir unsere erste Spontan-Exkursion außerhalb des Ortes mit dem öffentlichen Bus nach Porto Christo. Nach etwa 15 min Fahrt waren wir schon da. Für Touristen ist in Porto Christo überwiegend interessant der hufeisenförmige Yacht-Hafen und der angrenzende Strand. Hier kann man überall wunderbar spazieren gehen. Wenn man ein bisschen weiter Richtung Süden geht, kommt man zu einer Klippe mit einem kleinen Turm. Von hier aus hat man einen schönen Blick über das Meer. In einer Bar genossen wir ein kühles Desperados und einen kleinen Snack.

Weil ein asiatisches Buffet angekündigt war, stellten wir sicher, dass wir rechtzeitig zum Beginn des Abendessens wieder zurück waren. All Inclusive soll sich ja auch lohnen. Wir hatten uns zwar etwas anderen unter dem Begriff „asiatisch“ vorgestellt, aber lecker war es trotzdem wieder.

Obwohl wir heute schon viel gelaufen waren, sollte heute der Tag sein, an dem wir das Nachtleben von Cala Millor erkunden. Zuvor gab es noch Drinks an der Bar. Die Animation heute: Live-Musik. Das bedeutet, es saß ein Mann am Keyboard und hat Lieder gespielt und teils gesungen. Typische Keyboardklassiker eben…. Wir haben uns einen Spaß gemacht und versucht die Lieder zu erraten, die als nächstes gespielt würden, um das Ganze erträglich zu machen. Das lief in etwa so ab. Christine: „Jetzt spielt er bestimmt als nächstes was von Abba“. Er spielt Abba. Christine: „Jetzt spielt er bestimmt noch was von Abba oder vielleicht was von Phil Collins oder Simply Red, weil es so eine passende Stimme hat“. Er spielte aber leider etwas anderes. Jan probierte es dann nochmal: „Jetzt kommt Phil Collins mit ‚In the air tonight‘“. Was er dann spielte, kann sich jeder denken. Als innerliche Gewinner dieses Animations-Quizabends gingen wir die Promenade entlang um dann festzustellen, dass bereits gegen 22h nix, aber auch gar nix mehr geht. Vereinzelte Restaurants hatten noch Gäste, die meisten aber auch nur, weil Bayern gespielt hat und das mit Verlängerung. In einer Bar in unserer Nähe gab es Live-Musik. Dort werden wir es wohl nochmal versuchen. Kaputt nach diesem weiteren Spaziergang fielen wir ins Bett.