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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

denn wir haben Penola doch noch nicht verlassen muessen, da ich bei Jan mit auf der Farm arbeiten durfte, fuer eine Woche zumindestens. Nun muessen wir aber weiter, da dort auch nicht mehr so viele Picker benoetigt werden, aber der Farmer hat uns schon an einen Freund im Nachbardorf weitervermittelt, wo wir dann hoffentlich Montag anfangen koennen und auch Aepfel pfluecken werden. Das einzige Problem koennte das Wetter sein, am Freitag mussten wir im stroemenden Regen pfluecken. Wir haben zwar einen Friesennerz bekommen, aber das Wasser ist beim Armheben durch den Aermel nach unten gelaufen und alles andere war triefend nass, die Schuhe haben gesabscht und der Boden wurde immer matschiger. Jan und ich haben aber um 12 Uhr gesagt, dass wir keine Lust mehr haben, weil es eh unser letzter Tag war und wir noch ein paar Papiere im Buero erledigen lassen mussten. Das Buero war das Haus der Familie und die Mama war die Buerodame. Wir sassen also noch in der Kueche, haben uns aufgewaermt und der Papa hat uns Kaffee und Kekse gebracht, waehrend die anderen noch eine Stunde weitergepickt haben. Wir hatten ja schon ein schlechtes Gewissen, naja.

Freitag, der 13…

fing gut an. Wir waren in Melbourne auf der Suche nach einem guten Parkplatz und haben genau dort geparkt, wo der Parkscheinautomat out of service war. Perfekt, nix bezahlt. Und ausserdem haben wir an diesem Tag einen Job vermittelt bekommen, womit wir so schnell gar nicht gerechnet haben. Ratet mal was? Richtig, Aepfelpfluecken! Also mussten wir die Great Ocean Road auf das Wochenende verkuerzen und sind nun in Penola, eine kleine Stadt, ca 70 km von der Suedkueste am Ende der Great Ocean Road entfernt. Wir wohnen in einem Hostel, das war Bedingung und zahlen leider nun natuerlich doppelt soviel pro Woche als auf einem Campingplatz, dafuer haben wir aber mal wieder ein richtiges Bett, wenn auch leider kein Doppelbett… Das Hostel erinnert mich an das Big Brother Haus. Ein grosser Wohnraum und rund herum Zimmer und soviele Leute… da ist nicht viel mit zurueckziehen, aber man kann ja auch mal spazierengehen. Die Leute sind aber alle sehr nett und umgaenglich. Es wohnen auch nur wir, die hier zusammen arbeiten dort. Es wird auf zwei verschiedenen Farmen gepickt, momentan sind Jan und ich noch getrennt, aber wir arbeiten zur gleichen Uhrzeit. Ich versuche mit bei ihm zu arbeiten, weil es dort netter ist. Bei uns haben wir Mrs Big Boss als Vorgesetzte. Sie ist von aussen wie von innen strohblond und hat den ganzen Tag nichts besseres zu tun als zu kontrollieren ob wir auch alles richtig machen und die Leute, die sie aus welchem Grund auch immer nicht mag anzupflaumen. Aber mit mir hatte sie offensichtlich noch kein Problem.

Shepparton

Wir sind nun in Shepparton, wo es Arbeit fuer uns geben soll. Mit der Unterkunft haben wir schonmal Glueck gehabt. Das Hostel gehoert zu Aboriginies Hostels Limited, die eigentlich eher Einheimische bei sich wohnen lassen. Wir wohnen im Doppelzimmer mit Bad fuer 22 $ p.P. mit 3 Mahlzeiten am Tag. Nun wurde uns bei der Erntearbeitsvermittlung ein Job ab Montag zugesagt. Wir: Juhuu! 🙂 dann riefen wir „nur zur Abklaerung“ beim Bauern an und stellten fest, dass er gar keinen mehr braucht. Wir: uhhh! 🙁 Heute haben sie aber einen neuen Job etwas ausserhalb von hier gefunden. Auch ab Montag. Hoffen wir mal, dass das klappt. Kaufen uns jetzt ein Zelt fuer den Campingplatz gegenueber und gehen dann jeden Tag Birnenpfluecken. Das kenn ich ja von zu Haus (wobei ich meistens eher das Obst in die Kisten gefuellt habe). Das bedeutet wohl, dass wir uns weniger melden koennen (Christin!!!!). Aber so spannendes wird es dann auch vermutlich nicht zu berichten geben.