Sirmione am Gardasee

Der von uns eher zufällig gefundene Ort Sirmione ist eine Landzunge, die an der untersten Stelle des Gardasees schmal ins Wasser ragt. Die Altstadt liegt im Norden der Halbinsel und ist wirklich schön. Hier haben sich allerdings scheinbar sämtliche Touristen in der Ferienzeit versammelt. Dennoch war es schön durch die kleinen Gassen zu schlendern und ein riesiges, kleckerndes Gelato zu schlecken. Die Altstadt ist umgeben von Stadtmauern und hat viele historische Gebäude wie beispielsweise die Scaligerburg und einen fantastischen Blick auf den wie ein Meer wirkenden See zu bieten. Nach dem kleinen Marsch von 2km zurück zum Campingplatz, testeten wir das anliegende Restaurant, befanden es für gut und fallen jetzt auf unsere Isomatten zur Nachtruhe. Buena Notte!

Alp-Raum

Nach dem Frühstück in der Pension ging es gestern zur nahegelegenen Hängebrucke Highline179. Diese verbindet auf eine Länge von 406  Metern zwei Berge und ist mit der langen Stahlkonstruktion die längste ihrer Art und daher ein Fall fürs Guinnessbuch. Zusammen mit der Ruine der Ehrenburg ist sie auf jeden Fall einen Besuch wert, sofern man schwindelfrei ist.

Weiter ging es durch die wunderschöne Alpenlandschaft von Tirol. Wir machten erst wieder kurz Rast, als wir an der Mautstelle am Timmelsjoch angekommen sind. Hier gibt es ein sehr neues, cooles Café mit angeschlossenem Motorradmuseum. Entsprechend thematisch gestaltet ist es.

Von mittlerweile 2175m ging es dann auf den höchsten Punkt der Strecke, auf ca. 2500m. Hier fuhren wir dann plötzlich scharfe Kurven im Nebel einer Wolke. Die Sichtweite lag hier bei 5 bis 10 Metern,  so dass wir uns mit mit einem Tross Motorradfahrern im Nacken nur im Schneckentempo durch die Serpentinen schlichen. Auch nur zu unserer Freude besserte sich das Wetter auf der Abfahrt zu einem kräftigen Regenguss. 

Nach einer Weile im Tal angekommen, ging es durch Südtirol zum Gardasee in Italien. Wir freuten uns wie die Schneekönige über unsere erste leckere Pizza auf dem Weg.

Abends am Gardasee, merkten wir, dass es gar nicht so einfach ist, eine passende Unterkunft zu finden. An der Ostseite gibt es kaum Campingplätze, dafür aber schicke Hotels, außerhalb unseres Budgets. Je später der Abend, umso weniger sahen wir es ein, für die Übernachtung zu zahlen. Knauserig und frustriert beschlossen wir einfach in guter alter Backpackermanier auf einem Parkplatz im Auto zu übernachten. In dem Örtchen war abends zum Glück nichts los, so dass wir den Platz für uns hatten. Einziger Haken an der Sache: Dem videoüberwachtem Parkplatz angeschlossen war eine Polizeiwache. Da aber weder ein Park- noch ein Campingverbot ausgeschildert war und die Wache ziemlich verlassen war, wagten wir es. Geschlafen haben wir allerdings quasi mit einem Fuß am Gaspedal und dem Autoschlüssel in der Hand.

Als wir heute morgen um 5 Uhr ziemlich verknautscht los fuhren, waren wir dennoch froh, die “teure” Unterkunft vom Vortag wieder reinbekommen zu haben.

Heute haben wir nach weiterer Suche am Süden des Sees einen Campingplatz mit Atmosphäre gefunden – Camping Sirmione. Unser Zeltchen steht und die Welt ist wieder toll. Frisch und ein wenig ausgeruht geht es nun in den gleichnamigen Ort.

Regenberge

Der erste Teil hat schonmal gut funktioniert. Heute, zum Nachmittag des zweiten Tages fuhren wir Richtung Sölden. Die Fahrt zog sich aber länger hin als gedacht und als es abends noch anfing zu gewittern, machten wir lieber Rast in der ersten größeren Ortschaft in Österreich, in Reutte. Der Gasthof “Goldene Krone”, in dem wir uns spontan ein Zimmer nahmen, hat seine besten Zeiten hinter sich,  18. Jhd., und möchte diese offenbar nicht wieder aufleben lassen. Was es für uns fast ein wenig charmant erscheinen ließ,  war eine gewisse Ähnlichkeit zum Proserpine Pub, in dem wir in Australien gearbeitet hatten. Nur die netten Angestellten fehlten. Zudem ist das Proserpine Hotel mittlerweile einem Supermarkt gewichen. Sei es drum, wir waren froh, nicht im Regen durch die Berge zu müssen. Wer abends im Ort übrigens eine sympathische, kleine Bar sucht, dem sei das “Click” empfohlen.

Mit dem großen Schweden auf Europatournee

Endlich ist es soweit. Nach fast 10 Jahren geht es wieder auf die Straße. Mit dem Hauptziel Kroatien machen wir uns mit unserem Auto auf, ohne festen Zeitplan und nur mit einer ungefähren Route. Zelt und entsprechendes Equipment sind gepackt. Wir probieren jetzt mal, auch in Europa drei Wochen zu verreisen ohne dass die Bankkarte glühen muss. Mal sehen ob es hinhaut. In Süddeutschland besuchen wir zunächst Freunde, denen wir schon lange einen Besuch schuldig sind. Dann geht es weiter über Österreich, soviel steht fest.

Koh Chang – Riding the east coast

Heute ging es mit einem für 200 Baht pro Tag gemieteten Motorroller auf die andere Inselseite Koh Changs. Im Süden ist die Straße nicht durchgängig, weshalb man zur Ostküste nur über die Nordspitze kommt. Die Straßen sind gut zu befahren, aufpassen muss man nur in den engeren Bergkurven südlich von Kai Bae und nördlich von White Sand Beach. Bei trockenem Wetter aber alles gut machbar. Wir haben ja mittlerweile schon Erfahrung im gemeinsamen Rollerfahren im Linksverkehr. Also setzten wir uns vorschriftsmäßig die nicht optimal passenden Helme auf und los ging es.

Unseren ersten Halt machten wir am Than Ma Yom Wasserfall. Von der Straße aus führt ein Pfad ein paar hundert Meter landeinwärts. Dieser ist anfangs gut ausgebaut. Später klettert man dann unter Zuhilfenahme eines gespannten Seils über die großen Gesteinsbrocken des Flussbetts, um trockenen Fusses und vor allem mit heilen Knochen am Wasserfall anzukommen. Da wir ja am Anfang der Regenzeit reisen, war der Wasserstand niedrig uns es plätscherte nur ein wenig den kleinen Wasserfall hinab. Allerdings sind die Spuren die das Wasser in den Felsen im Laufe der Zeit hinterlassen hat wirklich beachtlich.Than ma yom Waterfall auf Koh Chang

Nach einem kurzen Füßebad machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz und freuten uns schon auf eine erfrischende Weiterfahrt, weil es mittlerweile bereits Mittag und dementsprechend warm war. Das nächste Ziel war das alte Fischerdorf Salak Phet. Hier stehen die Hütten auf Stelzen im Wasser zwischen den Mangroven an der Küste und den dschungeligen Berghängen des Hinterlands. Wir unterhielten uns mit einem der Bewohner über das Naturschutzgebiet in dem dieser Ort liegt. Aufgrund dessen dürfen hier keine neuen Häuser gebaut werden und die alten Hütten verfallen mehr und mehr, dürfen aber auch nicht ersetzt sondern lediglich renoviert werden.

Wir bekamen den Tipp hinaus auf den Steg zu gehen um die bunten Fischerboote und die Aussicht zu bestaunen, allerdings auch den Tipp, aufgrund der eher durchwachsenen Wetterlage, zeitig und vor allem vor Einbruch der Dunkelheit und dem zu erwartenden einsetzenden Regen den Rückweg anzutreten. Auch ein Restaurant wurde uns empfohlen. Gefunden haben wir es nicht. Desto eiliger weil hungriger hatten wir es auf dem Rückweg.

Unser Reisetagebuch mit Erinnerungen an Indien, Thailand, Australien, Neuseeland, Bali und Kambodscha

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