Kroatien – Wir sind da!

Gestern morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück für Mensch und Technik weiter in Richtung Kroatien. Wir planten, uns in Triest umzuschauen, dort zu bleiben und noch die italienische Pasta zu probieren. Ohne Reiseführer und WLAN und mit einem Informationsbüro mitten in der Innenstadt ohne Parkmöglichkeiten taten wir uns schwer, eine Bleibe zu finden. Zudem sahen wir auf den ersten Blick außer einem Hafen und viele alte große Gebäude nichts, was uns angespornt hätte, es doch noch zu versuchen. Also fuhren wir weiter.
Es ging ein kleines Stück durch Slowenien, die Sonne schien und die Welt sah plötzlich ganz anders aus. Grüne bewaldete Hügel, kleine Dörfer, breite Fahrbahn. Sehr entspannt und gemütlich. Nachdem uns diverse Buden am Straßenrand die anboten, Euro in die kroatische Währung Kuna zu wechseln, taten wir dies und es stellte sich heraus, das es aufgrund der Mautgebühren ab der Grenze durchaus schlau war.
Im Lonely Planet lasen wir von einem Yoga-Hostel, dem Hostel Dharma, in Rijeka der ersten großen Stadt nach der Grenze. Dort probierten wir es und hatten Glück. Wir bekamen ein Dreierzimmer für uns allein für ca. 50 Euro. Es liegt im östlichen Ausläufer der Stadt fast direkt neben einer großen Shoppingmall. Da das Zimmer noch nicht bereit war, machten wir einen Spaziergang den Berg hinunter und entdeckten einen kleinen Stadtstrand. Gleich daneben ist ein Anleger für große Schiffe und Ladekräne. Klingt nach einer komischen Kombination, aber das Wasser sah dennoch sehr klar aus. Ein richtig gemütliches Plätzchen, an dem Einheimische spazieren gingen und badeten. Sogar eine Strandbar gab es. Die haben wir ausnahmsweise ausgelassen, sind am Wasser entlang gewandert und haben im Restaurant Borik gegessen. Es war üppig und lecker mit einem super Service.
Das Zimmer war übrigens super. Zwar wie ein Hostelzimmer eingerichtet, aber modern und sehr sauber. Uns wurde eine kostenlose Yogastunde um 7h am nächsten Morgen angeboten, die ich nutzte, während Jan noch weiter schlummern konnte. Ein kleines Grüppchen versammelte sich auf den Matten und machte mit dem Yogalehrer, den man auch liebevoll Yogibär nennen könnte konzentriert Morgengymnastik. Zu empfehlen. Danach gab es für 2.50 € ein vegetarisches Frühstück mit Kaffee. Das Hostel ist nämlich eine fleisch-, alkohol- und rauchfreie Zone.
Rijeka anzuschauen haben wir uns gespart und fahren nun weiter Richtung Plitvicer Seen. Übrigens fragen wir uns, wo sich die unfreundlichen Kroaten verstecken. Zuvor hörten und lasen wir, dass man nicht allzuviel Gastfreundschaft bei der ersten Begegnung erwarten sollte und mürrisches Verhalten an der Tagesordnung liegt. Alle Kroaten, die uns bisher begegnet sind, waren sehr freundlich, redefreudig und haben sogar freiwillig gelächelt! Besonders die Männer wirken teils wie sanfte Riesen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wir bleiben wachsam.

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