Alle Beiträge von Jan & Christine

Faulenztag

Das Frühstück gefällt mir immer besser. Heute hat Jan festgestellt, dass es hier sogar Sojajoghurt und Sojamilch für ein Früchtemüsli gibt und die schmecken sogar besser als zu Hause! Wenigstens eine gesunde Mahlzeit am Tag für das gute Gewissen ist also gesichert!

Bis zum Mittagessen habe ich Blog geschrieben und Jan zum ersten Mal die Sonnenliegen am Pool ausprobiert. Der Tag ging faul weiter in den bequemen Stühlen im Hotelgarten bei einem guten Buch.

Abends wurden wir zum Drei-Gänge-Menü eingeladen, das einmal wöchentlich an der Poolbar stattfindet. Das war mal eine ruhige und auch leckere Abwechslung zum Rummel am Buffet mit tollem Service.

Porto Christo

Das schlechte Gewissen und der Drang nach Bewegung trieb mich, Christine, morgens um halb neun in meine Laufsachen und ab zur Promenade. Das ist eine gute Uhrzeit dafür. Die Sonne stand noch tief, die Luft war klar und frisch, wenig Menschen unterwegs und der Ort wacht langsam auf. Ich bin dieselbe Strecke gelaufen, die wir am ersten Tag schon erkundet haben. Immerhin habe ich für Jan einen PADI-Surfladen entdeckt.

Nach dem Frühstück machten wir unsere erste Spontan-Exkursion außerhalb des Ortes mit dem öffentlichen Bus nach Porto Christo. Nach etwa 15 min Fahrt waren wir schon da. Für Touristen ist in Porto Christo überwiegend interessant der hufeisenförmige Yacht-Hafen und der angrenzende Strand. Hier kann man überall wunderbar spazieren gehen. Wenn man ein bisschen weiter Richtung Süden geht, kommt man zu einer Klippe mit einem kleinen Turm. Von hier aus hat man einen schönen Blick über das Meer. In einer Bar genossen wir ein kühles Desperados und einen kleinen Snack.

Weil ein asiatisches Buffet angekündigt war, stellten wir sicher, dass wir rechtzeitig zum Beginn des Abendessens wieder zurück waren. All Inclusive soll sich ja auch lohnen. Wir hatten uns zwar etwas anderen unter dem Begriff „asiatisch“ vorgestellt, aber lecker war es trotzdem wieder.

Obwohl wir heute schon viel gelaufen waren, sollte heute der Tag sein, an dem wir das Nachtleben von Cala Millor erkunden. Zuvor gab es noch Drinks an der Bar. Die Animation heute: Live-Musik. Das bedeutet, es saß ein Mann am Keyboard und hat Lieder gespielt und teils gesungen. Typische Keyboardklassiker eben…. Wir haben uns einen Spaß gemacht und versucht die Lieder zu erraten, die als nächstes gespielt würden, um das Ganze erträglich zu machen. Das lief in etwa so ab. Christine: „Jetzt spielt er bestimmt als nächstes was von Abba“. Er spielt Abba. Christine: „Jetzt spielt er bestimmt noch was von Abba oder vielleicht was von Phil Collins oder Simply Red, weil es so eine passende Stimme hat“. Er spielte aber leider etwas anderes. Jan probierte es dann nochmal: „Jetzt kommt Phil Collins mit ‚In the air tonight‘“. Was er dann spielte, kann sich jeder denken. Als innerliche Gewinner dieses Animations-Quizabends gingen wir die Promenade entlang um dann festzustellen, dass bereits gegen 22h nix, aber auch gar nix mehr geht. Vereinzelte Restaurants hatten noch Gäste, die meisten aber auch nur, weil Bayern gespielt hat und das mit Verlängerung. In einer Bar in unserer Nähe gab es Live-Musik. Dort werden wir es wohl nochmal versuchen. Kaputt nach diesem weiteren Spaziergang fielen wir ins Bett.

Punta de n’Amer

Nach dem Frühstück machten wir uns entlang der Promenade auf den Weg in südliche Richtung. Diese hörte schon nach kurzer Zeit auf, es startete an dieser Stelle jedoch ein Wanderweg zum Castell Punta de n’Amer in der Nähe des Ortes Sa Coma. Teils über frühere Korallenriffe, ging unsere ungeplante Mini-Expedition mit leicht bewölktem Himmel und schon deutlich wärmeren Temperaturen als am Tag zuvor. Unsere Hotelbucht wurde immer kleiner und wir befanden uns mitten in der Natur zwischen den Felsen eines ehemaligen Riffs und kleinen Wanderwegen rund um das Castell. Dieses Gebiet, das auch Dünen beherbergt steht unter Naturschutz. Hier dürfen keine Hotelanlagen gebaut werden. Nach dieser etwa 2-stündigen Wanderung hatten wir uns am Café beim Castell erst einmal ein Bier verdient.

Wieder zu Hause angekommen, machte Jan ein Schläfchen und ich holte zum ersten Mal mein Buch hervor. Zu Hause schaffe ich es aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen fast nie, ein ganzes Buch zu Ende zu lesen. Vielleicht wird es ja hier etwas.

Über den Balkon vernahmen wir einen Grillgeruch, der uns dann in den Gartenbereich lockte. Es gab tatsächlich ein Barbecue ergänzend zum Abendbuffet. Lecker!

Auch heute haben wir es noch nicht geschafft die Nachtszene zu erkunden, sondern sind nach einem kurzen Barbesuch (Animationsprogramm: Sudoku!) in unser Zimmer gegangen und haben eine unserer Lieblingsserien geschaut. Motto dieses Urlaubs ist ja schließlich: „Hauptsache entspannen und das tun, worauf man Lust hat“. Witzig war das Schweizer Werbefenster.

„Ihr nach Mallorca? Pauschalurlaub? Im Ernst?“

Unser zweiter Urlaub in diesem Jahr

sollte ein entspannterer Urlaub werden – mit kurzer Anreise, ohne extreme Sightseeingtouren, mit genügend Sonne und mit der Möglichkeit etwas zu erleben wenn man es möchte. Unsere Wahl fiel auf einen All-Inclusive Pauschalurlaub in Cala Millor auf Mallorca. Mallorca wollten wir immer schon mal sehen, da alle von dieser schönen Insel schwärmen. Dafür, dass wir die Reise eine Woche vor Abflug gebucht haben, waren wir mit der Wahl sehr zufrieden. Als wir dies unserem Umfeld freudestrahlend verkündeten, schauten wir in irritierte und sehr ungläubige Gesichter – „Ihr nach Mallorca? Pauschalurlaub? Im Ernst?“.

Als wir unsere Reise Sonntagabend um 21:18 mit den Öffis zum Flughafen antraten freuten wir uns sehr, waren aber dennoch unsicher und aufgeregt, was uns wohl in so einem „Malle-Urlaub“ erwarten würde. Hatten die anderen Recht und wir würden von unserer Wahl enttäuscht? Wir landeten am Montag um 7.30 h in Palma, waren also bereits 10 Stunden unterwegs. Schonmal kein großer Unterschied zu einer Fernreise. Unser Transfer zum Hotel verlief problemlos. Nachdem wir in der Stunde Fahrtzeit quer über die Insel erste Eindrücke der Vegetation bekommen konnten, ereilte uns ehrlicherweise doch der erste Schock beim Anblick der vielen, vielen Hotelghettos an der Ostküste. Um diese Uhrzeit war es noch wie ausgestorben und viel Sonne ließ sich noch nicht blicken. Es wirkte alles recht traurig und ich, Christine, sah mein in diesen Urlaub investiertes kleines Vermögen vor meinem inneren Auge zerrinnen. Wir beschlossen aber uns einfach drauf einzulassen und nicht vorschnell zu urteilen. So viele Menschen, die hier jährlich Urlaub machen, können nicht alle einen schlechten Geschmack haben. Immerhin sah unser Hotel, das Cala Millor Garden, mit am besten aus.

Der Check-In

verlief professionell, das Zimmer war wie beschrieben und auch stilvoll eingerichtet. Alles ist ein wenig abgewohnt, aber sauber. Zum Glück haben wir ein Superior Zimmer gewählt, das einer normalen Hotelzimmergröße entspricht, die normalen Zimmer müssen recht klein sein. Unser Rahmenprogramm für die nächsten zwei Wochen: Frühstück von 8-10h, Snacks an der Poolbar von 11-13h, Mittag von 13-14.30h, Abendessen von 18.30.-21h, Bar von 18-00h. Minibar wird einmal kostenlos aufgefüllt, Animationsprogramm wird auf dem Fernsehkanal 1 ausgestrahlt, Pool ist geöffnet von 10-18h. Ok, dachten wir uns, erkunden wir zunächst das Hotel. Unfassbar, wir sind mitten in einem Essensloch angekommen! Ausgerechnet heute hatte die Poolbar nicht geöffnet, so dass wir tatsächlich auf Mittagessen warten mussten. Das geht ja gut los. Wir setzen uns an die andere Bar und akklimatisieren uns erst einmal bei einem Bier und einem plörrigen Tequila Sunrise. Erstes Fazit: Keine Cocktails mit Saft bestellen, Bier und Kaffee sind aber lecker. Wir blicken über die Hotelanlage. Alles sieht so aus, wie auf den Fotos des Anbieters, aber irgendwie wirkt es noch so ungemütlich, fremd, „pauschalig“. Hier wollte ich mich doch wohlfühlen, abhängen, die Gedanken schweifen lassen und einfach nur entspannen. Ich erinnere mich aber, dass es mir auch in Thailand und co. oft so ging, dass es eine Eingewöhnungszeit braucht und dann alles gut ist. Betrachten wir es einfach als die Erkundung eines fremden Kulturkreises wie wir es von unseren Reisen gewohnt sind.
Um es vorweg zu nehmen, genauso ist es auch gekommen und sowohl unsere Zimmer, als auch die Hotelanlage ist zu einer Art Oase geworden. Mittlerweile finde ich mich schon ganz gut in meiner ursprünglichen Vorstellung wieder. Das Personal ist zudem extrem freundlich und der Service perfekt.

Nach einem Erholungsschläfchen

sah die Welt schon ganz anders aus. Wir gingen zum Strand und liefen die Promenade entlang bis zum nächsten Ort, Cala Bona. Die Promenade ist richtig schön lang und hübsch gestaltet, mit vielen Sitzbänken zum aufs Meer schauen und träumen und man hat hier einen schönen Sandstrand der, zumindest zu dieser Jahreszeit, nicht überfüllt ist. Das Panorama zur einen Seite bietet Hotelkolosse und überwiegend geschmacklos gestaltete Tourishops mit wiederum ganz gemütlichen Cafés dazwischen. Dahinter befindet sich eine noch geschmacklosere Einkaufsstraße. Das Panorama zur Meerseite hingegen ist wirklich sehr schön. Das Wasser ist strahlend blau, zwischendurch ragen schwarze Felsen empor und an den Seiten bilden diese den Abschluss der Bucht.

Cala Millor Strandpromenade Hotel und Meer

Abends

haben wir das für diesen Tag zweite Buffet mitgenommen und es war wieder aufregend, was es wohl zu bieten hat. Man kann sagen, dass jeder auf dem Buffet etwas für sich findet. Auch ich als Vegetarierin. Die vegetarischen Beilagen sind leider nicht alle sehr spannend, aber es gibt eine Nudelstation, an der a la Minute auf Wunsch zubereitet wird und Brot mit ganz vielen Ölen und Salzen. Besser gefällt mir noch das Frühstück, wie sich am nächsten Tag herausstellen sollte.

Nach dem Essen saßen wir noch ein wenig an der Hausbar. Das Animationsprogramm, eine Artistik-Show, war nicht sonderlich spannend, aber der Gin Tonic dafür lecker.

Erster Halt, Lindau am Bodensee

Es ist bereits Juli

und nach langer Zeit freuten wir uns, dass der diesjährige Urlaub beginnt. Dieses Jahr sollte es wieder ein Roadtrip werden und wir haben uns entschlossen, dieses mal Italien für uns zu entdecken. Dieses mal ging es mit neuerworbener eigener Kühlbox, dem bereits in Kroatien erprobten Zelt und unserem mittlerweile Roadtrip bewährten Auto auf die Reise in den Süden. Die ersten Übernachtungen in einem Hotel nahe Mailands Innenstadt waren bereits gebucht, die Vignette für die Schweiz beim ADAC besorgt sowie der Entschluss für einen Zwischenstop in Lindau am Bodensee gefasst um in Mailand am Sonntag entspannt anzureisen.

Die Reise zum Bodensee

traten wir am frühen Samstag Morgen an und erreichten unseren Campingplatz gegen 14 Uhr. Eine Reservierung war nicht nötig und das Einchecken und einen entspannten Platz zu finden verlief ohne weitere Vorkommnisse. Nach kurzer Rekapitulation wie das Zelt denn nun noch aufgebaut werden muss, entschlossen wir uns, zuerst den Campingplatz und den See zu erkunden. Zufrieden mit dem Zustand der Kochstelle, den sanitären Einrichtungen und dem ersten Blick auf den Bodensee, machten wir uns auf den Weg ins Zentrum des nahegelegenen Ortes Lindau. Wie das Glück so wollte war ausgerechnet an diesem Wochenende Lindauer Stadtfest. Ob es nun wirklich unser Glück war sollte sich noch zeigen. Wir fanden zunächst eine entspannte, alternativere und etwas abseits liegende Stelle an der wir mit Blick auf den Bodensee ein leckeres, kühles, bayerisches Bier tranken und uns freuten, dass der erste Reisetag nun doch noch ein Erlebnis bieten und nicht bloss zur reinen Streckenbewältigung dienen würde.

Auf einem Stadtfest

ist es nunmal so, dass im laufe des Abends die Stimmung steigt. Es bleibt nicht bei einem Bier, wir entdeckten die Livemusik, tanzten vor der Bühne auch in den kurzen Regenschauern die auf das Lindauer Pflaster hinunterprasselten, lernten fremde Menschen kennen und liessen uns von Ihnen auch noch den Rest des Ortes zeigen. Mit neu erworbenen Musik der Band „Naked SuperHero“ für die Weiterfahrt in der Tasche führte man uns bis in die Morgenstunden durch den Ort und seine Clubs. Am Ende glücklicherweise auch nahezu bis vor den  Eingang unseres Campingplatzes.  Kurz davor kamen wir noch mit einem nettem Kerl mit sehr großem Hund ins Gespräch. Nach einem lustigen mindestens einstündigem Gespräch mit Marcus, gab unsere bisherige Begleitung auf uns weiter nach Hause zu bringen, da wir uns ja auch bereits wenige hundert Meter entfernt vom Campingplatz befanden. Morgens um halb sechs kamen wir wieder in unserem von nun an vorübergehenden Zuhause an, störten noch die Reinigungskräfte, die meinten zu dieser Zeit in Ruhe den ordentlichen Zustand der sanitären Anlagen wiederherstellen zu müssen und liessen uns erschöpft auf unsere Isomatten fallen.

Der nächste Morgen,

die Sonne brannte hinunter auf das am vorigen Nachmittag noch so schön im Schatten stehende Zelt. An eine Weiterfahrt ist vorerst nicht zu denken. Erst gegen Abend machten wir uns auf die vierstündige Weiterfahrt über die Schweizer Autobahn nach Mailand. Muss ja irgendwie gehen, denn ausnahmsweise hatten wir ja mal Übernachtungen im Voraus gebucht. Es bleiben verschwommene Erinnerungen an den Abend und die CD zum Soundtrack unseres Urlaubs.