Archiv der Kategorie: Thailand 2016

Reise durch Thailand

Erlebnisse und Erinnerungen an Koh Chang 2016

Koh Chang – Riding the east coast

Heute ging es mit einem für 200 Baht pro Tag gemieteten Motorroller auf die andere Inselseite Koh Changs. Im Süden ist die Straße nicht durchgängig, weshalb man zur Ostküste nur über die Nordspitze kommt. Die Straßen sind gut zu befahren, aufpassen muss man nur in den engeren Bergkurven südlich von Kai Bae und nördlich von White Sand Beach. Bei trockenem Wetter aber alles gut machbar. Wir haben ja mittlerweile schon Erfahrung im gemeinsamen Rollerfahren im Linksverkehr. Also setzten wir uns vorschriftsmäßig die nicht optimal passenden Helme auf und los ging es.

Unseren ersten Halt machten wir am Than Ma Yom Wasserfall. Von der Straße aus führt ein Pfad ein paar hundert Meter landeinwärts. Dieser ist anfangs gut ausgebaut. Später klettert man dann unter Zuhilfenahme eines gespannten Seils über die großen Gesteinsbrocken des Flussbetts, um trockenen Fusses und vor allem mit heilen Knochen am Wasserfall anzukommen. Da wir ja am Anfang der Regenzeit reisen, war der Wasserstand niedrig uns es plätscherte nur ein wenig den kleinen Wasserfall hinab. Allerdings sind die Spuren die das Wasser in den Felsen im Laufe der Zeit hinterlassen hat wirklich beachtlich.Than ma yom Waterfall auf Koh Chang

Nach einem kurzen Füßebad machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz und freuten uns schon auf eine erfrischende Weiterfahrt, weil es mittlerweile bereits Mittag und dementsprechend warm war. Das nächste Ziel war das alte Fischerdorf Salak Phet. Hier stehen die Hütten auf Stelzen im Wasser zwischen den Mangroven an der Küste und den dschungeligen Berghängen des Hinterlands. Wir unterhielten uns mit einem der Bewohner über das Naturschutzgebiet in dem dieser Ort liegt. Aufgrund dessen dürfen hier keine neuen Häuser gebaut werden und die alten Hütten verfallen mehr und mehr, dürfen aber auch nicht ersetzt sondern lediglich renoviert werden.

Wir bekamen den Tipp hinaus auf den Steg zu gehen um die bunten Fischerboote und die Aussicht zu bestaunen, allerdings auch den Tipp, aufgrund der eher durchwachsenen Wetterlage, zeitig und vor allem vor Einbruch der Dunkelheit und dem zu erwartenden einsetzenden Regen den Rückweg anzutreten. Auch ein Restaurant wurde uns empfohlen. Gefunden haben wir es nicht. Desto eiliger weil hungriger hatten wir es auf dem Rückweg.

Koh Changs Westküste

Der Wechsel von Kambodscha zu Thailand fällt sofort ab der Grenze auf. Es ist wesentlich sauberer, stärker bebaut, es fahren mehr Autos. Die Menschen auf Koh Chang empfinden wir als quirliger, aber teils weniger freundlich in der ersten Begegnung als die Kambodschaner. Vielleicht sind sie vom Tourismus ein wenig abgestumpft. Getroffen haben wir aber auch sehr liebe.

Wir sind nun am südlichen Strandbereich von Kai Bae. Gestern Abend haben wir nur noch die Ortsstraße etwas erkundet und uns im Restaurant Mak Mak leckere Thai-Küche schmecken lassen. Heute Morgen haben wir an der Straße kein Frühstückslokal gefunden, deshalb gab es ein Phad Thai. Kann man auch mal machen. Zum ersten Mal erkundeten wir im Anschluss unseren Strand und entdeckten dort dann einige schöne Hotels, die Frühstück anbieten. Am Strand sind an einigen Stellen kleinere felsige Bereiche. Zum Schwimmen ist es vermutlich etwas schwieriger eine passende Stelle zu finden. Für einen Strandspaziergang ist der feste Sand aber sehr gut geeignet.

Danach sind wir mit dem Sammeltaxi für 50 Baht p.P. nach White Sand Beach Richtung Norden gefahren. Die Taxen fahren den ganzen Tag die Westküste entlang. Es gibt keine festen Haltestellen, sondern man winkt sie einfach ran, wenn man mitfahren möchte. White Sand Beach hat tatsächlich einen sehr schönen Strand, der auch verhältnismäßig lang ist. Dieser Ort ist allerdings voll von Unterkünften, Restaurants und Shops. Nett sahen die in den Berg gebauten bunten Backpackerhütten im nördlichen  Abschnitt aus. Das Essen ist an diesem Strand relativ teuer. Seine Ruhe hat man hier in der Nebensaison allerdings ebenfalls wie an den anderen Stränden. Wir haben noch einen heißen Tipp für alle, die den Strand bis zum nördlichen Ende gehen und beim White Sand Beach Resort die Straße hoch nehmen wollen, um einfach zurück zur Hauptstraße zu kommen – dreht um und geht den Strand wieder zurück! Die besagte Straße führt steil bergauf, zwar bis zur Hauptstraße, aber vor dem Ortseingang. Wir gingen einen schweißtreibenden Umweg von ca. 1 Stunde.

Unsere Unterkunft, Paradies Bungalows, ist übrigens super. Sehr sauber und alles da, was man braucht. Wir haben einen Bungalow mit Klimaanlage, was vor allem nachts sehr erfrischend ist. Zwei-drei Moskitos hatten wir leider, aber das kann man wohl nie so ganz verhindern. Wenn man es denn benutzt, hilft ein Moskitonetz sehr gut. Empfehlen können wir das von Tesa. Das wird mit Powerstrips einfach an die Decke über das Bett geklebt und lässt sich problemlos entfernen.

Abends machten wir uns mit dem Taxi nochmal auf den Weg zum Lonely Beach. Dieser ist seit einigen Jahren so gar nicht mehr lonely. Jedenfalls nicht zur Hauptsaison. Hier sind die Lokale und Unterkünfte eher alternativ und bei Backpackern beliebt. Wir waren auf der Suche nach einer belebten Bar, aber alles wirkte ziemlich ausgestorben, was zum Teil sicherlich auch dem einsetzenden Regenwetter zuzuschreiben war. Wir suchten Unterschlupf in einer urig und hippie-rock-mässigen Bar, dem Stoneless. Das Thai-Betreiber-Pärchen ist sehr nett und unterhielt sich mit uns. Die Ganze Zeit lief eine coole 70er Playlist, selbst als durch das Gewitter der Strom zweimal für längere Zeit ausfiel. Die beiden waren vorbereitet und es gab Kerzen überall. Wie romantisch! Da wollten wir auch gar keine Party mehr besuchen, als wir erfuhren, das diese am Strand zu finden ist.