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Roadtrip 2016

Österreich

 

Alp-Raum

Nach dem Frühstück in der Pension ging es gestern zur nahegelegenen Hängebrucke Highline179. Diese verbindet auf eine Länge von 406  Metern zwei Berge und ist mit der langen Stahlkonstruktion die längste ihrer Art und daher ein Fall fürs Guinnessbuch. Zusammen mit der Ruine der Ehrenburg ist sie auf jeden Fall einen Besuch wert, sofern man schwindelfrei ist.

Weiter ging es durch die wunderschöne Alpenlandschaft von Tirol. Wir machten erst wieder kurz Rast, als wir an der Mautstelle am Timmelsjoch angekommen sind. Hier gibt es ein sehr neues, cooles Café mit angeschlossenem Motorradmuseum. Entsprechend thematisch gestaltet ist es.

Von mittlerweile 2175m ging es dann auf den höchsten Punkt der Strecke, auf ca. 2500m. Hier fuhren wir dann plötzlich scharfe Kurven im Nebel einer Wolke. Die Sichtweite lag hier bei 5 bis 10 Metern,  so dass wir uns mit mit einem Tross Motorradfahrern im Nacken nur im Schneckentempo durch die Serpentinen schlichen. Auch nur zu unserer Freude besserte sich das Wetter auf der Abfahrt zu einem kräftigen Regenguss. 

Nach einer Weile im Tal angekommen, ging es durch Südtirol zum Gardasee in Italien. Wir freuten uns wie die Schneekönige über unsere erste leckere Pizza auf dem Weg.

Abends am Gardasee, merkten wir, dass es gar nicht so einfach ist, eine passende Unterkunft zu finden. An der Ostseite gibt es kaum Campingplätze, dafür aber schicke Hotels, außerhalb unseres Budgets. Je später der Abend, umso weniger sahen wir es ein, für die Übernachtung zu zahlen. Knauserig und frustriert beschlossen wir einfach in guter alter Backpackermanier auf einem Parkplatz im Auto zu übernachten. In dem Örtchen war abends zum Glück nichts los, so dass wir den Platz für uns hatten. Einziger Haken an der Sache: Dem videoüberwachtem Parkplatz angeschlossen war eine Polizeiwache. Da aber weder ein Park- noch ein Campingverbot ausgeschildert war und die Wache ziemlich verlassen war, wagten wir es. Geschlafen haben wir allerdings quasi mit einem Fuß am Gaspedal und dem Autoschlüssel in der Hand.

Als wir heute morgen um 5 Uhr ziemlich verknautscht los fuhren, waren wir dennoch froh, die „teure“ Unterkunft vom Vortag wieder reinbekommen zu haben.

Heute haben wir nach weiterer Suche am Süden des Sees einen Campingplatz mit Atmosphäre gefunden – Camping Sirmione. Unser Zeltchen steht und die Welt ist wieder toll. Frisch und ein wenig ausgeruht geht es nun in den gleichnamigen Ort.

Regenberge

Der erste Teil hat schonmal gut funktioniert. Heute, zum Nachmittag des zweiten Tages fuhren wir Richtung Sölden. Die Fahrt zog sich aber länger hin als gedacht und als es abends noch anfing zu gewittern, machten wir lieber Rast in der ersten größeren Ortschaft in Österreich, in Reutte. Der Gasthof „Goldene Krone“, in dem wir uns spontan ein Zimmer nahmen, hat seine besten Zeiten hinter sich,  18. Jhd., und möchte diese offenbar nicht wieder aufleben lassen. Was es für uns fast ein wenig charmant erscheinen ließ,  war eine gewisse Ähnlichkeit zum Proserpine Pub, in dem wir in Australien gearbeitet hatten. Nur die netten Angestellten fehlten. Zudem ist das Proserpine Hotel mittlerweile einem Supermarkt gewichen. Sei es drum, wir waren froh, nicht im Regen durch die Berge zu müssen. Wer abends im Ort übrigens eine sympathische, kleine Bar sucht, dem sei das „Click“ empfohlen.