Archiv der Kategorie: Kambodscha

Reise durch Kambodscha – 2016

Wir entdecken in Siem Reap die Temple von Angkor Wat

Angkor – Die kleine Tempeltour

Der Sonnenaufgang soll einer der magischsten Momente am Angkor Wat sein, daher hieß es heute früh aufstehen, denn um 5h ging unsere Wat-Wanderung los. Gebucht über das Hotel nannte sie sich die “small tour” und beinhaltete 4 Tempel. Bezahlt haben wir für die Fahrt zu zweit nur 20$. Nachdem wir unsere 3-Tageskarten für das UNESCO Weltkulturerbe für je 40$ gekauft hatten, ließ uns unser Remorque-Moto Fahrer zuerst beim Haupttempel Angkor Wat heraus. Hier machten wir es uns auf einer Mauer an dem vorgelagerten See gemütlich und beobachteten wie es immer heller wurde. Von einem richtigen Sonnenaufgang konnte man aufgrund der Wolken nicht sprechen, aber es war schon sehr idyllisch.

Nach einem kurzen Frühstück auf der besagten Mauer, folgten wir der bereits voraus geeilten Menschenmenge über die Brücke zu den Eingangstoren Angkors. Angkor Wat ist ein Komplex, der aus dem inneren Tempel mit den bekannten Türmen und einem Grünbereich ringsherum mit weiteren Gebäuden besteht. Überall kann man reinschauen und hochsteigen, die kunstvollen Reliefs und Statuen bestaunen und sich durch die vielen Fenster und Türen mit immer anderen Blickwinkeln in eine andere Welt träumen. Nach weiteren Tempelbesichtigungen sollten wir später feststellen, dass es noch beeindruckender geht.

In den folgenden Stunden schauten wir uns bei mindestens 37 Grad die bekanntesten Tempel der Gegend an. Unser Fahrer erwartete uns jeweils bereits mit eiskalten Wasserflaschen, um uns zum nächsten Ziel unserer Rundtour zu bringen.

Als nächstes Stand der riesige Komplex von Angkor Thom auf dem Programm. Über eine Brücke, die an den Seiten von steinernen Kriegern gesäumt ist, ging es durch das Südtor auf das Gelände. Mittlerweile war es schon sehr warm, obwohl die Uhr gerade mal 10h anzeigte. Doch wir wurden mit einem faszinierenden Anblick entschädigt. Denn wenn man dem Tempel Bayon näher kommt, entdeckt man plötzlich auf den Spitzen der Türme überall in den Stein gemeißelte Gesichter. Alle sehen unterschiedlich aus und man bekommt das Gefühl, dass sie durchaus lebendig sind und sie das bunte Treiben um sich herum mit einem wohlwollendem Lächeln beobachten.

Beim nächsten Tempel, dem Baphuon, hatte ich schon eine Pause nötig, während Jan fröhlich hoch kraxelte. Spannend ist hier der liegende Buddha, den man erst auf den zweiten Blick in der Mauer verbaut entdeckt.

Danach spazierten wir über das Gelände und entdeckten hier und dort noch weitere Tempel und Bauwerke. Es ist wirklich beachtlich, was die verschiedenen Organisationen hier an Aufbau- und Puzzlearbeit geleistet haben. Dies wird einem in den Momenten bewusst, in denen man die noch unangetasteten Berge an Steinklötzen sieht.

Sanierung eines Tempels
Sanierung eines Tempels

Hinaus aus dem Angkor Thom Komplex ging es über Ta Keo zum wohl zweit-berühmtesten Tempel, dem Ta Prohm. Bekannt aus dem Film, Tomb Raider bekamen wir irrsinnig riesige Bäume zu sehen, die sich einfach über die Steine hinweggesetzt und es sich auf den Mauern gemütlich gemacht haben. Ursprünglich waren viele Tempel im laufe der Jahrhunderte bewachsen. Im Zuge der Renovierungsarbeiten werden sie nun wieder freigelegt, diesen haben sie aber den Bäumen gelassen. Unser absoluter Lieblingstempel.

Und so fühlen wir uns jetzt!Toter Gecko

Nach dem anstrengenden Tag habe ich mich dann erstmal bei einer 90-minütigen Khmer-Massage unter vollen Körpereinsatz der zierlichen Masseurin durchkneten lassen.

Siem Reap und der magische “1 Dollar”

Nun sind wir also in Kambodscha, zum ersten Mal. Bis jetzt gefällt es uns sehr gut. Spannende Vehikel, die Häuser und Straßenzüge wieder irgendwie anders als in Thailand und die Landschaft recht karg mit roter Erde. Sehr höfliche und freundliche Menschen. So höflich, dass man manchmal schon ein schlechtes Gewissen bekommt und gar nicht so recht weiß, weshalb eigentlich.

Der von unserem Hotel “Central Indochine” organisierte Transfer vom Flughafen klappte einwandfrei. Das Hotel ist wie eine kleine Oase im Touristengebiet von Siem Reap. Das Personal ist sehr freundlich, das Zimmer sauber und das Bett war mit viel Liebe und Blumen dekoriert.

Zimmer im Central Indochine
Zimmer im Central Indochine
Pool- und Restaurantbereich Central Indochine
Pool- und Restaurantbereich Central Indochine


Den Nachmittag und den Abend haben wir in der Gegend um die Pub Street verbracht. Diese ist fußläufig zum Hotel. Hier gings über Tages- und Nachtmärkte innen und außen, sowie durch die Straßen mit dem spannenden Gewühle aus Tuk-Tuks, Menschen aus aller Herren Länder und diversen Essensständen. Wir probierten uns durch gebratene Nudeln, Jackfruit und Banana Pancakes. An die gebratenen Skorpione, Käfer und Eidechsen haben wir uns nicht herangetraut, obwohl wir uns das eigentlich mal vorgenommen hatten. Natürlich haben wir in den Restaurants auch das hiesige Bier probiert. Einen klaren Favoriten konnten wir jedoch noch nicht ausmachen. Da hilft wohl nur Weitertesten.

In Kambodscha ist die zweite Währung der US Dollar. Zumindest in Siem Reap ist es für Touristen die Hauptwährung. Fast alle Straßengerichte kosten hier 1$. Da muss man sich am schlausten den besten Deal heraussuchen.

Für morgen früh, also quasi gleich, haben wir eine Tempeltour mit Sonnenaufgang gebucht. Wir sind schon sehr gespannt.

Flugs geht’s weiter

Heute Morgen ging es nach Kambodscha. Mit Air Asia flogen wir vom Don Mueang Airport eine Stunde nach Siem Reap. Diese Stunde war straff durchgeplant und es gab von den Stewardessen in kürzesten Abständen in etwa folgende Ansagen:

“Bitte schnallen Sie sich an und machen sich bereit zum Start…”

“Wir haben unsere Flughöhe erreicht und Sie dürfen jetzt die Gurte öffnen.”

“Wir verteilen jetzt die Einreiseformulare, bitte füllen Sie diese innerhalb des Fluges aus.” Stifte gabs keine, netterweise lieh uns unser Nachbarpärchen ihren. Dementsprechend lange brauchten wir insgesamt.

“Alle Passagiere, die Essen bestellt haben, bereiten bitte zum Abgleich ihre Boardkarte vor.” Als ich noch nicht mal die je drei Dokumente für Jan und für mich ausgefüllt hatte und unsere edlen Stiftspender noch mit leeren Zetteln da saßen, wurde das Essen serviert. Zum Glück nur handliche Sandwiches. Meins schon ich gleich zu Jan weiter, denn es war mit Schinken belegt und schaltete den Turbo für das Ausfüllen an.

“Wer kein Essen bestellt hat, kann jetzt etwas von unserem Menü auswählen.” Unser Nachbar nahm eine Instantsuppe.

“Bitte beachten Sie unser On-Board Shopping Programm.”

“Wir setzen in Kürze zum Landeanflug an, bitte füllen Sie die Formulare zu Ende aus”. In diesem Moment übergab ich den Stift an meinen Nachbarn mit einem “sorry, it took so long”, zurück. Er wiederum war tiefenentspannt.

Dann die nächste Durchsage:
“Wir setzen jetzt zur Landung an. Bitte klappen Sie die Tische ein.” Wir aßen noch unseren letzten Happen. Der Nachbar schob der Freundin ein paar Löffel der noch heißen Suppe zu, denn sie war noch mit dem Ausfüllen beschäftigt. Dann kam auch schon die Stewardess, nahm den Suppenbecher vom Tisch, drückte ihn ihm in die Hand und klappte seinen Tisch hoch.

Loriot lässt grüßen!

Nach der Landung bekamen wir direkt in der Ankunftszone am Flughafen nach nur kurzer Wartezeit ohne Probleme unser “Visa on Arrival” und schon waren wir da, im “Kingdom of Wonder”.

Kambodscha - Flugzeug von Air Asia
Ankunft in Kambodscha
Flughafen Siem Riep
Kleiner, gemütlicher Flughafen von Siem Riep

Kambodscha, wir kommen

Heute ging es wieder auf die Reise. Diesmal wollen wir zuerst nach Kambodscha. Angkor Wat ist geplant und danach über Phnom Penh Richtung Süd-Osten über die Landesgrenze nach Thailand. Dann nach Trat und von da aus auf die Insel Koh Chang. Da soll man sowohl das Strandleben genießen als auch ins grüne Inselinnere wandern können. Wenn einem langweilig ist, hat man mehrere Dutzend Inseln zur Auswahl, die man drumherum besuchen kann.

Die erste Etappe über Dubai nach Bangkok haben wir geschafft. Hier bleiben wir nur über Nacht im Thip Mansion Hotel im Stadtteil Don Mueang direkt beim Domestic Airport. Das Hotel liegt sehr praktisch, wir wurden freundlich empfangen und es ist sehr sehr sauber. Auch wenn die Gegend nicht spannend ist (Innenstadt-Nebenstraße), so eignet es sich wunderbar für eine Übernachtung, wenn man vom Inlandsflughafen am frühen Morgen abfliegen möchte.

Wir haben festgestellt, dass man mit der Bahn stressfrei vom Suvarnabhumi (International Airport BKK) zum Don Mueang (Domestic Airport DMK) kommt, was in dieser Form nicht offiziell angepriesen wird. Man muss allerdings zweimal umsteigen. Zuerst nimmt man den Airport Rail Link bis zur Station Makkasan. Von da aus die Metro Richtung Norden bis zur Endstation Bang Sue. Jeweils zahlten wir pro Strecke nur 37 Baht. Von hier aus planten wir, ein Taxi zu nehmen. Eine nette Frau fragte uns jedoch, was wir suchen. Auf unsere Antwort hin, dass wir zum Don Mueang Airport möchten, wies sie uns die Richtung zur Railway Station. Also sowas wie die DB in Deutschland. Die findet man, wenn man aus der Metrostation raus geht, sich rechts hält, sich von dem Markt an den Gleisen nicht verwirren lässt und über die Gleise rüber geht. Weiter nach rechts findet man das Ticket Office und kauft sich ein Ticket bis Don Mueang für entspannte 20 Baht pro Person. Wir sind leider eine Station zu früh ausgestiegen, aber die richtige Station liegt tatsächlich direkt am Flughafen und das Hotel kann man über eine Fußgängerbrücke erreichen. Zum Vergleich: bei unserer letzten Reise haben wir von Flughafen zu Flughafen ein Taxi genommen und dabei viel, viel Geld bezahlen müssen. Schneller ging es damit auch nicht.

Eisenbahnfahrt
Eisenbahnfahrt nach Don Mueang