Archiv der Kategorie: Bali

Reise durch Bali – 2015

Wir starten von Denpasar nach Ubud und erkunden die Umgebung. Lernen in Amed tauchen, machen eine tolle geführte Tagestour durch die Reisterassen und feiern mit den Einheimischen in Lovina.

OWD in JWD

Jan hat’s mit Bravour gemeistert. Er ist nun offizieller Open Water Diver! Ab jetzt gibt es wohl nur noch Urlaube in guten Tauchgebieten.

Wir haben nun beschlossen nicht mehr nach Lombok und auf die Gilis zu fahren, denn das würde in der Kürze der Zeit ein stressiges Programm bedeuten. Lieber verbringen  wir ein anderes Mal einen kompletten Urlaub dort. Sollten die Vulkanausbrüche auf der Nachbarinsel Java allerdings anhalten und den Flugverkehr weiterhin blockieren, können wir uns das ja nochmal überlegen. 🙂

Heute genießen wir unseren letzten Abend hier in Amed mit einem tollen Sonnenuntergang und einem leckeren gegrillten Fisch im Warung Jemeluk am Strand. Morgen geht es dann die Küste südwärts nach Candidasa.Sunsetpoint Amed

One, two, three, four – Dive

Lombok wird erstmal um ein paar Tage verschoben. Wir haben hier in Amed eine PADI Tauchschule gefunden und Jan nutzt die Gelegenheit um seinen Open Water-Schein zu machen. Das hatte er schon lange vor, bisher aber noch nie die Zeit gefunden.

Bali Reef DiversIch hingegen bin ja eh etwas wasserscheu und nutze mein aufgeratschtes Knie als Ausrede dafür, lieber in der angeschlossenen Bar abzuhängen. Hier kann ich Jan beim Plantschen im Pool zuschauen, Fotos machen und entspannen.👌

Obstsalat

Bali Teil 2

Nun haben wir noch eine ganze Hälfte vom Urlaub übrig und sind heute Morgen mit einem Shuttlebus schon einmal Richtung Osten gefahren, um hier zu entscheiden wieviel Lombok und wieviele und welche Gili Inseln bei Lombok wir überhaupt sehen wollen.

Wir hatten Glück und wurden bei Ankunft in dem nicht umtrubelten Küstenstreifen bei Jemeluk/Amed von der Italienerin Renata auf der Straße aufgegabelt und sind nun ihre Nachbarin in einem einfachen, aber sehr sauberen Zimmer in dem 2-Zimmer Kubuku Homestay. Hier bezahlen wir den bisher günstigsten Preis mit 10€ pro Nacht pro Zimmer.

In der Bar der Bungalowanlage, die wir eigentlich im Auge hatten, trinken wir nun einfach ein entspanntes Bierchen und genießen den Blick über den Infinitypool hinaus aufs Meer. 🙂infinity pool jan bier

Lovina – Urlaub vom Urlaub

Gestern war frühes Aufstehen angesagt. Es stand noch der Besuch des bekannten Tempels Pura Ulun Danu Beratan auf unserem Programm, bevor wir uns ein paar Tage am Meer entspannten.pura ulun danu bratan

pura ulun danu bratanWir wagten nochmal den Ritt mit dem Bemo auf der Route von Bedugul nach Singaraja an die Nordküste. Aller Warnungen unseres Hoteliers und der auf Aufträge wartenden Taxifahrer zum Trotz, dass Bemos nur sehr unregelmäßig führen, sprangen wir nach 2 minütiger Wartezeit in genau das Bemo, das wir brauchten.

Mit Umstieg in Singaraja fuhren wir weiter nach Lovina. Den Tipp erhielt Jan von dem Warungbesitzer, in dem er zur Stärkung sein bestes und günstigstes Mi Goreng gegessen hat.Pantai Lovina Delfinstatue

Lovina Beach ist ein Küstenstreifen mit grauem Vulkansand, der aus mehreren kleinen Orten besteht. Entlang der Hauptstraße mussten wir viele lästige Rollerfahrer abwimmeln, die einem billige Unterkünfte, Transport, Taxi und in letzter Instanz wohl auch ihre Großmutter andrehen wollen. Wir hielten uns letztendlich an eine Empfehlung des Lonely Planets, das Rini Hotel. Zimmer ist basic, sehr groß und sauber. Beeindruckend ist aber die Hotelanlage, in der es sich abseits des Gehupes und des Staubs wunderbar entspannen lässt.Lovina - abendlicher Blick auf das Meer

Nach einem Spaziergang an der kurzen Promenade am Strand, ließen wir uns in der Bintang Bali Bar am Ende unserer Straße angelockt von angekündigter Livemusik nieder. Und wir blieben, bis die Musik und die Flasche Arak, die die Locals mit uns und zwei Mädels aus Deutschland und den Niederlanden mit uns trinken wollten, endeten. Wir sprachen über die Aussprache der Touristen, die zuweilen die Balinesen zu einem breiten Grinsen zwingen, sowie die „glass philosophy“, die entsteht, wenn man, wie es balinesische Tradition ist, reihum aus einem Glas trinkt. Das Highlight in Lovina war tatsächlich die 3-Mann Band, die in dieser Bar gespielt hat. Sie nennen sich die „Lovina Band“ und spielen dort jeden zweiten Abend. Wer sich in Lovina aufhält, muss sie sich unbedingt anschauen. Der Trommler ist mit Herzblut und einem stetigen Lächeln dabei, wir haben ihn morgens schon leise trommeln sehen, der 2. Gitarrist stand mit Zigarette cool in der Ecke und der Sänger hat mit seiner unerwartet rauchigen Stimme fast jeden Song besser als das Original gesungen.

Zusammengefasst kann man in Lovina mal anhalten und zu günstigen Preisen einen Stopp einlegen, muss aber nicht unbedingt länger dort bleiben. Deshalb reisen wir Morgen weiter.

Jatiluwih – Einen Tag schlauer

Heute haben wir viel gesehen, gehört und geschmeckt. Daher wird dieser Beitrag ein wenig länger.

Bali 02675
Unser Guide

Mit unserem Tourguide Ram, empfohlen von Omar Transport aus Bedugul, erkundeten wir 9 Stunden die Gegend um das UNESCO Weltkulturerbe, die Reisterrassen bei Jatiluwih.
Ram kennt sich in der Natur und Kultur Balis bestens aus und arbeitet sogar ehrenamtlich für den Naturschutz. Er hat bereits einige seiner Ideen der Regierung vorgestellt, diese nehmen ihn aber aufgrund der Tatsache, dass er nur die Grundschule besucht hat, nicht ernst.

Los ging es am Tempel Pura Luhur Besi Kalung. Unscheinbar und grün bewachsen steht dort eine der ältesten Gebetsstätten Balis. Sie stammt aus der Zeit bevor der Hinduismus und der Buddhismus Bali erreichten.
Pura Luhur Besi KalungBali 2649Heutzutage findet man hier auch hinduistische Symbole.
Von hieraus starteten wir unsere Wanderung durch die Reisterrassen Jatiluwihs. Und zwar abseits der üblichen Touristenwege.Arbeit auf den ReisterassenReisterassen auf BaliWährenddessen diskutierten wir mit Ram über die gesellschaftlichen und umweltpolitischen Unterschiede Balis und Deutschlands.Bali 02674Er führte uns zu einer Hütte auf einem Hügel mitten in den Feldern. Hier wohnt ein altes Pärchen, das für gewöhnlich keinen Kontakt zu „Weißen“ hat, in einer einfachen Hütte. Ram sagte uns, sie seien sehr schüchtern und er bemüht sich, sie an die moderne Welt zu gewöhnen.
Ram hatte Kaffee mitgebracht, für den in einem alten Kessel Wasser über dem offenen Feuer gekocht wurde. Zum Abschied schenkten wir dem Pärchen Lakritzbonbons, die wir ungeplant dabei hatten. Nach anfänglicher Skepsis wurden sie als gutes Mittel gegen Halsschmerzen befunden.Bali-02699.jpgwpid-dsc02721.jpgBali - zum Kaffee eingeladen2717Es folgte der Besuch des zweitgrößten Tempels Balis dem Pura Luhur Batukau auf dem Gunung Batukau dem zweithöchsten Berg Balis.

Abschliessend zeigte er uns noch eine Tempelkirche. Ein architekturischer Mix aus Tempel und christlicher Kirche.
Auf der gesamten Tour zeigte er uns diverse Pflanzen und Früchte wie z.B. Zimtrinde, Kurkumaknolle und Mimosen. Ausserdem die Herstellung von natürlichem Klebstoff.