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Reise durch Bali – 2015

Wir starten von Denpasar nach Ubud und erkunden die Umgebung. Lernen in Amed tauchen, machen eine tolle geführte Tagestour durch die Reisterassen und feiern mit den Einheimischen in Lovina.

Ein geschenkter Tag – Jimbaran

Am nun wirklich letzten kompletten Tag, der uns auf Bali blieb, suchten wir nach einem Szenenwechsel, denn auf der Touri-Halbinsel Bukit hielt uns nichts mehr. Wir entschieden uns für den Ort Jimbaran, der in unmittelbarer Flughafennähe liegt und einen schönen Strand haben sollte. Wir frühstückten vor der Abfahrt im Hotel gegenüber, dem Pink Coco Bali, das ausgebucht war und aufgrund der angenehmen Atmosphäre vermutlich eher zu empfehlen ist, als unser Hotel. In unserem Zimmerpreis war zum ersten Mal kein Frühstück inklusive und das, obwohl wir nie mehr gezahlt hatten, als für diese Nacht.

Wir suchten uns im Internet ein günstiges Hotel in Jimbaran heraus und hielten ein Taxi am Straßenrand an. Der Taxifahrer war zum Glück ortskundig, denn nachdem wir ihm einmal kurz die Adresse auf dem Smartphone gezeigt hatten, hatten wir die Internetverbindung auch schon verloren und die Adresse natürlich nicht aufgeschrieben…Tipp: Niemals die Browserseite verlassen, wenn Ihr Euch außerhalb einer WLAN-Zone befindet!

Bezahlbare Hotels gab es so kurzfristig nur im Stadtbereich, unseres, das Jimbaran Lestari Hotel, lag ca. 30 min Fußmarsch vom Strand entfernt. Das ist nicht so schlimm, wenn man zwischendurch nicht zurück muss, jedoch ist eine schöne Nachbarschaft etwas anderes. Nebenan war wohl so etwas, wie eine inoffizielle Müllverbrennungsfläche, deren beißender Geruch ab und zu übers Hotelgelände waberte. Das Hotelpersonal war sehr freundlich, das Zimmer eher mittelmäßig. Mal wieder hatten wir ein tropfendes Abwasserrohr. Beim Verlassen des Hotels, baten wir um eine Reparatur und um einen pünktlichen Taxiservice zum Flughafen am frühen Morgen.

Über eine Straße mit Eingängen zu teuren Hotels und zu den ersten Strandrestaurants erreichten wir Jimbaran Beach von der Südspitze her. Der erste Eindruck vom Strand selbst – breit, lang, hell, schön, romantisch – blieb den ganzen Tag, obwohl sich auch hier einige Touristen tummelten. Aber die Atmosphäre war entspannt und befreiend, vielleicht weil uns dieser Tag geschenkt wurde.

Jimbaran Beach

Wir suchten uns eines der vielen Restaurants am Strand für unser Mittags-Mi-Goreng. Die Möblierung am Strand war zwar sehr einfach, aber das Essen mal wieder sehr köstlich. Wir bekamen als Überraschung noch einen Salat vorweg und einen Obstteller nach den Nudeln, zu denen wir erstmalig eine fantastische Saucenauswahl hatten. Auf Trab gehalten wurden wir während des Essens von kleinen Sandfliegen, die uns an den Füßen kitzelten. Aber Fliegen die kitzeln, beißen nicht.

Jimbaran Beach

Nach dem Essen spazierten wir den halbmondförmigen Strand Richtung Norden und beobachteten verwundert, welche Mengen an zusätzlichen Tischen und Stühlen die Restaurants aus dem Nichts zauberten und so weit es ging auf der Breite des Strandes aufbauten. Kurz vor Sonnenuntergang wurde das Rätsel gelöst: Chinesen  – viele, viele, sehr viele Busse voll! Sie alle waren gekommen, um den Sonnenuntergang bei einem Seafood Dinner in „romantischer Atmosphäre“ zu genießen.

Jimbaran Beach

Wir beobachteten das bunte Treiben im Hintergrund, denn wir waren inzwischen an einem langen Steg sehr weit im Norden des Strandes angekommen, um den herum die Fischer ihre Netze auswarfen. Am Ende des Strandes sah man in der Röte des Sonnenunterganges Flugzeuge von einer Seite kommend landen und von der anderen Seite aus starten, als würden die Bahnen direkt vor uns den Strand kreuzen. Am nächsten Morgen würden wir auch in einem der Flieger auf dem Weg nach Hause sitzen.

Jimbaran Beach

Uns blieb aber noch der Abend und so machten wir einen kurzen Schlenker über den Fischmarkt von Jimbaran, auf dem um diese Zeit nur ein paar Warungs geöffnet waren und gingen dann am Strand wieder Richtung Süden.

Jimbaran Beach - Fischerboote

Wir waren noch nie in China und können über die chinesische Mentalität nur spekulieren, aber Chinesen im Urlaub sind für uns Deutsche auf jeden Fall skurril und amüsant. Alle, und ich meine wirklich alle, die sich am Strand befanden, haben Selfies von sich und dem Sonnenuntergang geschossen oder sich fotografieren lassen. Die Posen beherrschen vor allem die Mädels, von klein bis groß, perfekt! Es war unmöglich Niemandem im Bild zu stehen, also gingen wir irgendwann einfach mitten durch. Der Sonnenuntergang war aber auch wirklich wunderschön.

Jimbaran Beach

Nachdem wir die größten Menschenmassen hinter uns gelassen hatten, fanden wir ein nettes Plätzchen, das in zweiter Reihe zum Wasser tatsächlich ziemlich heimelig war. Wir tranken unsere letzten Bintangs und genossen den Sonnenuntergang. Weiter hinter uns, vor den Restauranteingängen, wurden plötzlich balinesische Tänze für die Gäste aufgeführt, während vor uns am Strand eine Musikergruppe die Menschen mit westlicher Musik unterhielt.

Jimbaran Beach

Der Zeitpunkt war gekommen, um weiterzuziehen und die Kellner ihrem Schicksal, dem Abräumen der mit Essensresten übersähten Tische der chinesischen Gäste, zu überlassen. Wir gingen vom Strand durch das Restaurant hindurch und wollten mit einem Taxi irgendwo in der Stadt hinfahren, wo vielleicht noch etwas los ist, aber soweit kam es nicht. Zunächst wollte man uns mehrfach einer Reisegruppe zuordnen, denn das Personal war eifrig damit beschäftigt, alle Touristen wieder in die richtigen Busse zu verfrachten. Wir bestellten ein Taxi, der Taxifahrer konnte uns aber weder einen guten Tipp für den Abend geben, noch kannte er die Straße unseres Hotels – wir stiegen wieder aus.

Ein Spaziergang am Strand entlang brachte uns dann zu einer extrem relaxten Strandbar des schicken Belmond Jimbaran Puri Hotels, in der wir es uns auf einen Gin Tonic in zwei gepolsterten Armliegen mit Blick auf das im Dunkeln sanft rauschende Meer gemütlich machten. So sollte jeder Urlaub enden, herrlich! Achso, der Gin Tonic kostete übrigens mit 10 € pro Person genauso viel, wie das Hotelzimmer, aber hey, das war es wert. Wie schick das Hotel tatsächlich war, stellten wir fest, als wir uns in unseren Backpackerlumpen durch die Lobby zur Straße schleichen wollten. Uns wurde ein Taxi gerufen und wir warteten etwas kleinlaut in den Ledersesseln. Wenn man viel Geld ausgeben möchte, ist dies sicher eine gute Adresse, das Personal war auf jeden Fall sehr freundlich.

Jimbaran Beach

Zurück im Hotel, stellten wir fest, dass wohl Jemand bei uns im Bad war, um das Rohr zu reparieren, denn das Licht war angeschaltet. Das Rohr leckte immer noch und zusätzlich hatten wir mindestens 30 Moskitos in unserem Zimmer. Diese Menge war eine Premiere für uns. Wie wild klatschten und schlugen wir um uns ohne Rücksicht auf schlafende Nachbarn. Unser Ziel: Nicht schlafen zu gehen, solange wir noch einen Moskito im Raum wussten. Nach etwa einer Stunde waren wir an dem Punkt angekommen und hatten vorsichtshalber das Moskitonetz aufgespannt. Wenigstens wurde es noch einmal wirklich gebraucht.

Am nächsten Morgen lugten wir unter dem Netz hervor, duschten und packten im Eiltempo, zappelten durchgängig, damit kein Moskito sich auf uns ausruhen konnte – wir hatten offenbar doch nicht alle getötet – und waren froh, als wir die Tür hinter uns schlossen. Nun ging es auf der letzten Taxifahrt zum Flughafen. Die Flugstrecke verlief, wie beim Hinweg, über Dubai nach Hause. Christine bekam wieder exotisch vegetarische Menüversionen, die irgendwie nicht so richtig zur inneren Magenuhr passen wollten und Jan genoss das kostenlose Budweiser.

Kinder und Drachen - Terima kasih!
Terima kasih!

Vielen Dank Bali, für Deine natürliche Schönheit, Deine Spiritualität, Deine Abenteuer, Deine Traditionen, Deine Gastfreundschaft und Deine Menschlichkeit. Terima kasih! – Wir kommen gerne wieder.

Padang Padang Beach

Unsere letzte Nacht und unseren vorletzten Tag wollten wir in Flughafennähe verbringen. Da wir die Halbinsel Bukit noch nicht gesehen haben, suchten wir uns dort in Padang Padang Beach eine Unterkunft. Wir wohnten bei „The Brothers Villa„, eine ziemlich ordentliche Unterkunft, die aber zwecks mangelndem Charme recht teuer erscheint. Hier im Süden Balis tummeln sich viele Surfer und viele Menschen, die bereit sind für einen Sandstrand etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Natürlich ist das Preisniveau nur im Verhältnis zum Rest der Insel hoch.

Mit all den anderen Reisenden und chinesischen Busgruppen besuchten wir den Strand Padang Beach. Wenn man sich an den Menschenmassen und den gierigen Affen vorbei, eine schmale Treppe hinunter erstmal vorbeigeschoben hat und etwas über die am Strand liegenden Klippenstücke geklettert ist, stellt sich der Strand als sehr interessant heraus. Hohe Steilklippen mit einzelnen Surferhütten auf der einen und in Szene gesetzte Felsbrocken mit gelbem Strand auf der anderen Seite.

Padang Beach
Padang Beach
Padang Beach
Padang Beach
Padang Beach
Padang Beach
Padang Beach
Padang Beach

Nach dem Strandbesuch machten wir uns auf Richtung Südspitze. Unser Ziel: Den Tempel Pura Luhur Ulu Watu besuchen und den Sonnenuntergang genießen. Nach einem Fußmarsch von ca. 2 km fragten wir in einem Pub nach dem Weg. Wir erfuhren, dass es erstens viel zu weit sei um es rechtzeitig zu schaffen und zweitens die Straße gesperrt sei. Wir bestellten uns ein Taxi und überbrückten die Wartezeit mit einem Bintang und einem Bunch of Australians, die gerade ein Rugbyspiel im Fernsehen verfolgten. Gerade noch vor Einbruch der Dämmerung trafen wir im Tempel ein und suchten uns im Gewimmel ein Plätzchen. Das Besondere an dem Tempel ist, dass er oben an einer großen Klippe liegt und eine lange Seite direkten Meerblick hat. Es war schon schön, aber nicht wirklich romantisch. Aber Sonnenuntergänge gibt es ja auch noch woanders.

Pura Luhur Ulu Watu
Pura Luhur Ulu Watu
Pura Luhur Ulu Watu
Pura Luhur Ulu Watu
Pura Luhur Ulu Watu
Pura Luhur Ulu Watu

Unser Abendessen nahmen wir in unserem Hotel und wir waren ehrlich begeistert, wie lecker und professionell dort gekocht wurde. Hier haben wir definitiv eines der besten Essen des ganzen Urlaubs genossen. Danach suchten wir in unserem kleinen Ort noch nach einer Abendbeschäftigung. Eine wirkliche Bar, in der etwas los war gab es nicht, aber etwas viel spannenderes. Vor einem Kiosk, der klugerweise diverse gekühlte Getränke verkaufte, tummelte sich die Surfergemeinde. Wir gesellten uns dazu und beobachteten das Geschehen.

Achso, wir stellten übrigens auch fest, dass Emirates unseren Flug um ein paar Stunden auf den Sonntagmorgen verschoben hat. Vermutlich noch Auswirkungen des Vulkanausbruches auf Java. Wir hatten also doch noch eine Chance auf einen besonderen letzten Abend.

Über Nacht in Klungkung – Verrückt?!

Bekannterweise waren wir pleite, weil es in Sidemen keinen für uns passenden Geldautomaten gab. Der nächste steht in Klungkung, ein Ort ca. 16 km von Sidemen entfernt. Da dieser auf unserer Route Richtung Süden lag, beschlossen wir einfach weiterzureisen und eine Nacht in Klungkung zu bleiben. Der Reiseführer sagte uns, historisch gesehen ist die Stadt wichtig und es gibt auch ein wenig was zu sehen. Wir ließen uns dann in das einzige Hotel fahren, das es in der Stadt gibt, das „Klungkung Tower Hotel“. Diese Tatsache machte uns etwas stutzig, aber es war noch ein Zimmer frei. Sauber war es nicht wirklich und das Waschbeckenrohr leckte, aber wir hörten, dass das Home Stay, das es noch gäbe, nicht so sauber sei, wie das Hotel. Also wechselten wir die Bettwäsche und störten uns nicht weiter dran.

Wir machten uns erstmal auf, die Stadt zu erkunden. Klungkung ist verhältnismäßig groß, mit vielen Geschäften und recht schicken Häusern. Wenn man hier wohnt, scheint es einem nicht so schlecht zu gehen.

Rondell im Zentrum Klungkungs
Rondell im Zentrum
Straßenschmuck zu den Feiertagen
Straßenschmuck zu den Feiertagen
Im Spielzeugladen
Im Spielzeugladen

Wir folgten einer Hauptstraße und endeten nach ca. 1,5 h in einer kleinen Siedlung am Stadtrand. Hier gab es nur noch Felder und Menschen, die sich offenbar wunderten, was wir hier wollten. Es waren aber weiterhin alle sehr freundlich und grüßten und. Witzigerweise ist es balinesischer Smalltalk zu fragen: „Where do you go?“ Tja, schwer zu beantworten, wenn man nur so umherirrt. Meist fragten wir dann, wo wir denn hingehen sollten. Hier war die Antwort „To the beach.“ Nach weiteren 20 min Fußweg an den Feldern vorbei, merkten wir aber, dass dieser Weg ohne Roller viel zu lang sein würde und drehten um.

Stadtrand von Klungkung
Stadtrand

Die Sonne brannte und wir nutzten das Angebot eines Kutschers, uns mit seinem armen Gaul zurück in die Stadt zu fahren. Vom Straßenrand aus und von den passierenden Rollern wurden wir breit angelächelt und für unser Transportmittel gelobt. Mit der Kutsche fahren wohl nicht so viele Menschen oder nur Touristen.

In der Dokar, der Ponykutsche
In der Dokar, der Ponykutsche

Zurück in der Stadt, machten wir uns kurz frisch und brachen dann auf, den Taman Kertha Gosa Komplex und das Puputan-Denkmal anzusehen. Klungkung, das heute eigentlich Semarapura heißt, war einstiger Sitz eines Königs. Im Jahr 1908 wurde jedoch der Palast von den Niederländern umstellt und das letzte balinesische Königreich ging unter. Der König und seine Familienmitgleider unterwarfen sich nicht, sondern zogen es vor durch die Kugeln der Niederländer und durch die eigenen traditionellen Dolche, den sog. „Kris“, zu sterben. Diese Art von Tod nennt sich „Puputan“. Diesem Ereignis gedenkt das Denkmal und erläutert im Inneren die Kriegsgeschichte Balis.

Der Kertha Gosa Palast war ursprünglich größer. Übrig geblieben sind die Gerichtshalle, der schwimmende Pavillion und das Museum, in dem archäologische und traditionelle Stücke ausgestellt und die Herstellung von Palmzucker und Songket-Stoffen erklärt werden.

Gerichtshalle der höchsten richterlichen Instanz im Königreich Klungkung
Gerichtshalle der höchsten richterlichen Instanz im Königreich Klungkung
Brücke zum
Brücke zum „Schwimmenden Pavillion“ – Bale Kambang

Abends besuchten wir den Nachtmarkt. Hier gab es Essensstände, Kleidung, Spielsachen und weiteren Krimskrams. Wir suchten uns einen gut besuchten Stand und aßen das dort meist bestellte Essen – Nasi Goreng. Es schmeckte so gut, dass Jan gleich noch eine zweite Portion bestellte.

Warung auf dem Nachtmarkt
Unser Warung auf dem Nachtmarkt

Auf dem Markt wurden wir wieder von allen Seiten freundlich gegrüßt. Scheinbar waren wir auch die einizigen Touristen dort. So richtig bewusst wurde uns das, als uns Jemand einfach ansprach und fragte, ob wir über Nacht bleiben würden. Als wir bejahten, fand er dies wohl sehr löblich. In Klungkung über Nacht zu bleiben, war also eine ganz schön ausgefallene Idee von uns. Das erklärt auch die übersichtlichen Übernachtungsmöglichkeiten. In diesem einen Hotel gab es übrigens keine Ausschanklizenz für Bier, was in dieser Stadt normal ist. In einem einzigen Lokal wurden wir jedoch fündig und gönnten uns ein kleines Bintang vor dem Schlafengehen. Klungkung – der Ort ist anders, aber herzlich. So wünschte unser Hotel allen Hindus alles Gute zum Galungan und Kuningan Fest und allen Muslimen zum Abschluss der Ramadans. Wenn es nur immer so friedlich sein könnte.

Glückwünsche an Hindus und Moslems
Glückwünsche an Hindus uns Moslems

Sidemen

Gestern ging es noch einmal weiter nach Sidemen. Der Ort liegt wieder weiter im Landesinneren umgeben von grünen Reisterrassen, die auch mit anderem Gemüse bunt durcheinander bepflanzt sind.

Reisterrassen
Reisterrassen in Sidemen

Hier ist es sehr friedlich. Neben ein paar Fahrzeugen hört man hier hauptsächlich Geckos, Grillen und mystische Tempelgesänge. Es ist so gemütlich dörflich. Die Menschen scheinen noch freundlicher zu sein als woanders. Besonders die Kinder strahlen einem mit breitem Grinsen an und grüßen einen vom Weiten oder hinter einer Mauer mit einem süßen „Hello!“. Noch etwas ist anders in Sidemen. Es gibt hier keine ATM, die VISA-Karten akzeptiert. Somit sind wir trotz unserer sonst so zuverlässigen Kreditkarte der DKB erstmal ein wenig aufgeschmissen, da wir unser letztes Geld für das Taxi ausgegeben haben. Wir essen also morgens, mittags und abends bei uns im Restaurant des Hotels Lihat Sawah. Mit der Hotelanlage haben wir eine gute Wahl getroffen.

Gestern wollten wir eine kleine Wanderung durch die Felder unternehmen, kamen aber nicht weit. Wir mussten über eine Brücke, die nach einer LKW-Überquerung mal abgestürzt ist, aber von Fußgängern und Motorbikes noch genutzt wird. Über diese Brücke versuchte nun ein Van zu fahren, was mit logischem Menschenverstand nur scheitern konnte. Anstatt zu wandern, beobachteten wir nun also zusammen mit den sich ansammelnden Verkehrsteilnehmern das Geschehen. Letztendlich wurde der Van von einem Geländewagen rückwärts wieder hochgezogen.

Zerstörte Brücke in Sidemen
Zerstörte Brücke

Heute haben wir die Wanderung nachgeholt und den schönen Ausblick genossen.

Wanderung durch die Terassen
Wanderung durch die Terrassen
Entlang des Subak-Bewässerungssystems
Entlang des Subak-Bewässerungssystems
Auch die Enten hatten ihren Spaß
Auch die Enten hatten ihren Spaß
Vorbereitung eines Feiertagsessens
Vorbereitung eines Feiertagsessens

Zuvor besuchten wir den Tempel Pura Dalem Hyangtaluh, um eine Zeremonie zu beobachten, die hier anlässlich der Feiertage in ganz Bali stattfinden.

Buntes Treiben vor dem Tempel
Buntes Treiben vor dem Tempel
Bali Zeremonie
Tempelzeremonie zum Fest Galungan

Gefeiert wird Galungan alle 210 Tage und die Festtage enden nach 10 Tagen mit dem Kanungan Fest. Die Straßen sind gesäumt mit dekorierten Bambusstangen, die Menschen ziehen sich traditionell festlich an und die ganze Familie kommt zusammen. Vorgestern wurden Opfergaben gemacht, gestern das Essen vorbereitet, heute die Zeremonien in den Tempeln durchgeführt und morgen entspannt.

Schwein gehabt

Unsere Entscheidung nicht nach Lombok zu fahren war goldrichtig. Aufgrund des hohen Wellengangs fährt hier bis auf weiteres gar nichts mehr übers Meer. Meine Tauchlehrerin meinte bereits am Vortag beim Anblick der aufs Boot steigenden Gäste, dass die keinen Spass haben werden.

Nachdem wir uns von unserer in Indien lebenden italienischen Nachbarin sowie unserem großartigen Gastgeber Wayan und seiner netten Familie verabschiedet hatten, fuhren wir mit dem Taxi nach Candidasa an der Ostküste.

Wir machten einen einstündigen Zwischenstopp am Wassertempel Tirta Gangga, bevor unsere Fahrt auf den engen Serpentinen über die Ausläufer des Gunung Agung weiterging.Tempel in BaliBaliCandidasa hat keinen eigentlichen Strand mehr, nachdem die Riffe vor einigen Jahrzehnten für den Hausbau abgetragen wurden. Schön ist die Küste dennoch.BaliUnterkunftNachdem wir unsere neue Unterkunft in Candidasa, das Kelapa Mas Home Stay, bezogen hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins nahegelegenen Tenganan. Das besondere an diesem Dorf sind die typischen balinesischen Gebäude aus denen es ausschließlich besteht, sowie das Verbot von Autos und Motorrollern. Der Weg nach Tenganan führte uns über eine schattige Straße durch die Kokosplantagen. Da morgen ein besonderer Feiertag ist, wurden am Straßenrand Schweine für das morgige Fest geschlachtet.