Archive für Mai 2007

(Zu) Den Zuchinis auf den Grund gegangen

sind wir seit gestern und zwar in Ayr, suedlich von Townsville. Wir haben also einen Job gefunden um unsere Reisekasse aufzufuellen. Das Wetter ist toll, es weht ein laues Lueftchen, wir haben Palmen auf unserer Campsite und die Zuchinis sind fu… weit unten am Boden..autsch. Aber immerhin haben wir hier einen Pool mit Whirlpoolblubbels. Das ironische an der Jobsuche ist, dass wir auf dem Weg zu einer voellig ueberteuerten Unterkunft fuer einen Job in Bowen (suedlicher) waren und versuchten zufaellig eine Alternative zu finden, als wir durch einen Tip auf genau derselben Farm nach Arbeit gefragt haben, auf der wir nun arbeiten. Dort haben sie uns allerdings erstmals abgewiesen. Stattdessen schickten sie uns in die naechste Stadt, um in dortigen Hostels etc. nach einem Job zu fragen. Wie der ‘Zufall’ es will wohnen wir nun auf einem Campingplatz und haben den Job in selbiger Farm bekommen, mit dem Unterschied, dass wir jetzt jeden Tag ca. 80 km Wegstrecke haben. Aber immerhin haben wir den Job. No worries! :-)

Townsville

Endlich sind wir nach ca. 2000km gerader langweiliger Strasse an der gruenen Ostkueste angekommen. Es ist schoen mal wieder direkt am Meer zu sein. Allerdings ist es hier erheblich waermer und die Luftfeuchtigkeit ist hoeher als an den letzten Orten. Ausser der wunderschoenen Strandpromenade haben wir noch nicht viel gesehen. Im Wasser darf man hier nur in abgesperrten Bereichen schwimmen wegen der Nessel-Quallen.

Devils Marbles

Vor Tennant Creek gibt es diese weitere Felsformation die von hoher Bedeutung fuer die Ureinwohner ist. In Tennant Creek aenderte sich unsere Fahrtrichtung. Nun geht es nicht mehr nach Norden, nun geht es nach Osten. Ganz, ganz weit…ueber Mount Isa immer den Highway entlang nach Townsville. Genauso wie die Roadtrains, die LKWs mit bis zu 53,5m laenge.    

Alice Springs - Tag 2

Nachdem es gestern Abend noch wie aus Eimern geregnet hat, ist das Wetter heute wieder ganz gut gewesen. Wir waren noch im Reptile Center und haben uns Thorny Devils, Blue Tongue Lizards und viele andere Tiere angesehen. Einige durfte man sogar auf die Hand nehmen und ich hatte eine Schlange um Hals und Arme gewickelt. Danach sind wir nach Tennant Creek aufgebrochen.

Alice Springs

Dafuer das Alice mitten im Outback liegt, ist es ganz schoen gross und hat alles, was auch die anderen grossen Staedte Australiens zu bieten hat. Wir haben heute an einem gratis Didgeridoo Workshop teilgenommen. Es ist wirklich nicht einfach einen vernuenftigen Ton aus diesem Teil heraus zu bekommen.

Sunrise am Uluru

Dieser sah aehnlich aus wie der Sonnenuntergang - bewoelkt. Aber trotzdem ist der Uluru schon beeindruckend. Danach sind wir zum Kata Tjuta (The Olgas) gefahren, eine weitere Felsformation, die nur 50 km weiter zu finden sind. Von hieraus sind wir aufgebrochen nach Alice Springs. Auf dem Weg haben wir uns noch Meteoritenkrater angeschaut, die vor 4200 Jahren entstanden sind. Danach haben wir noch eines der vielen freilaufenden wilden Kamele Australiens gesehen. Leider war es zu weit weg um es zu fotographieren. Am Abend haben wir auf einem 24 Stunden Rastplatz geschlafen, eine gratis Alternative zum Campingplatz. Dort sassen wir dann mit vielen anderen Backpackern und Campern am Lagerfeuer.

Uluru

Heute sind wir am Uluru (Ayers Rock) angekommen. Wir haben das Aboriginal Cultural Center besucht und uns ueber die spirituelle Bedeutung der Gegend informiert. Danach sind wir um den Uluru herumgefahren, immerhin 9,4km die wir nicht laufen wollten, und haben auf den Sonnenuntergang gewartet, der leider durch die vielen Wolken nicht so schoen war wie erwartet.

Coober Pedy - Stadt unter der Erde

Nach dem Flinder’s Range National Park ging unsere Fahrt ueber eine nicht geteerte Strasse weiter. Erstes Ziel war Farina, heute nur noch eine Geisterstadt, in der einige Steinruinen und Autoteile und allerlei anderer Krempel zu sehen war, denn seit 1980 wohnt dort keiner mehr. Weiter gings am Lake Eyre, einem riesigen Salzsee, vorbei. Kurzzeitig ueberlegten wir einen Abstecher nach Maschen zu machen, aber wir waren uns nicht sicher, ob dieser See wirklich die richtige Verbindung darstellte. (Wer das jetzt nicht verstanden hat-macht nix!) In einem Pub, in dem einzigen Pub, in Williams Creek, der kleinsten Stadt Suedaustraliens haben wir vor den unglaublich nerviger als nervigen Fliegen Zuflucht gesucht und eine Runde kuehle Getraenke bestellt. Die darauf folgenden 160 km trafen wir auf kein anderes Auto…doch wenn einem hier im Outback mal einer entgegenkommt, gruesst er, sofern er ein Australier ist, sogar die Polizei tut dies. Entstation dieses Tages war Coober Pedy, die ‘Opal capitol of the World’. Hier sieht es aus, wie in einem grossen Sandkasten, Berge von Sand. Jeder versucht sein Glueck, DEN grossen Opalfund zu machen und verdient sich sein Geld mit Mienentouren, Opalshops oder Campingplaetzen. Wir haben in einer Art Schacht ‘Underground Camping’ gemacht. Allerdings tun dieses nicht nur die Touris, sondern ca. 60 Prozent der Einwohner.  Dieses ist auch eine Gute Loesung, um sich einerseits vor den Fliegen zu verstecken und  ausserdem nachts warm und am Tag kuehl zu wohnen. Wir haben eine kleine Mienentour mitgemacht und werden nun in Richtung Norden weiterfahren und das ‘Red Center’ unsicher machen.

Flinders Ranges National Park Part II

Heute morgen haben wir zuerst den Sonnenaufgang angeschaut. Waehrend wir darauf warteten, dass sie Sonne auf die Berge scheint, konnten wir eine Menge Kaenguruhs beobachten.

Danach haben wir uns an einen als schwierig ausgezeichneten Wanderweg herangetraut. Wir brauchten fuer die 6,8km Strecke ca. 3,5 Stunden. Aber es ging auch wirklich steil den Berg hinauf, und es war teilweise mehr klettern als wandern. Belohnt wurden wir dafuer mit der  schoenen Aussicht ueber den Nationalpark. Am Nachmittag sind wir dann aufgebrochen um auf den unbefestigten, steinigen, kurvigen Schotter-Strassen den Rest des Nationalparks zu erkunden. Dabei mussten wir sogar einen Creek (ein etwas breiterer Bach) durchfahren. Aber auf unserer Auto ist ja Verlass. Die Wege fuehrten ueber Berge und durch Taeler, es gibt hier erstaunlich viele Pflanzen, dennoch ist man stets umgeben von dem roten Sand fuer den Australien bekannt ist. Und wir haben sogar freilaufende Emus gesehen

Flinders Ranges National Park Part I

Im Park angekommen haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht, der an alten Felsmalereien der Aboriginies vorbeiging. Danach haben wir auf dem Campingplatz in Wilpena erstmal unseren neuen Gaskocher mit Pasta eingeweiht, naja eigentlich schon mit Wasser fuer Kaffee am morgen. Wir haben uns naemlich mal echten Filterkaffee gegoennt. Ist nicht der beste, aber schon ein Unterschied zum Instantbraeu.